Hobby: Rudern

Warum Rudern ein gesundes Hobby ist

Jedes Jahr, am 31. Dezember um Mitternacht, nehmen sich Millionen vor, im neuen Jahr mehr zu treiben. Der Sport sollte nach Möglichkeit an der frischen Luft stattfinden und den Körper nicht allzu sehr strapazieren. Joggen ist nicht für jeden die passende Freizeitbeschäftigung, aber es muss ja nicht unbedingt ein Sport an Land sein. Wie wäre es mit Sport, der auf dem stattfindet, wie beispielsweise Rudern? Rudern ist ein gesundes Hobby, was viele gute Eigenschaften hat und auch noch Spaß macht.

Vom Fortbewegungsmittel zum Sport

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Allein mit der Kraft der Muskel ein Boot zu bewegen, war bereits in der Antike ein Thema. Die Wikinger haben rudernd Europa tyrannisiert und die Sklaven auf den römischen Galeeren mussten sich bei Seeschlachten tüchtig in die Riemen legen. Wer „Asterix“ gelesen hat, weiß, dass Rudern damals ein schweißtreibendes Fortbewegungsmittel und kein Sport war. Heute ist Rudern ein Sport und ein sehr gesundes Hobby, dem viele nachgehen, die gerne auf dem Wasser sind. Legendär ist die Ruderregatta zwischen den englischen Universitätsstädten Oxford und Cambridge. Die Studenten rudern seit dem 10. Juni 1829 alljährlich auf der Themse und mit 85 Siegen hat Cambridge die Nase knapp vorn.

Bei Olympischen Spielen ist der legendäre Deutschland „Achter“ immer ein Favorit auf die Goldmedaille, und auch in anderen Bootsklassen ist Deutschland erfolgreich. Amateure schätzen Rudern als gesundes Hobby an der frischen Luft.

Der ganze Körper ist gefordert

Rudersport kann praktisch jeder, und zwar in jedem Alter. Beim Rudern werden die Hauptmuskelpartien des Körpers richtig gefordert. Viele sind der Meinung, dass beim Rudern nur der Oberkörper, also die Arme, der Rücken und die Schultern beansprucht werden. Diese Annahme ist leider falsch. Sowohl beim Skullen, bei dem ein Ruder in jeder Hand gehalten wird oder beim Riemenrudern, wo beide Hände ein Ruder halten, werden der Rumpf und die Beine gefordert. Aus den Beinen kommt mit 70 Prozent sogar die meiste Kraft. Dies ist besonders in der ersten Phase der sogenannten Zugbewegung des kompletten Körpers auf dem Rollschlitten des Bootes der Fall. Erst in der zweiten Phase kommt die Rumpfmuskulatur ins Spiel. In der dritten und letzten Phase sind auch die Arme und die Schultern mit dabei.

Rudern hält fit und ist ein gesundes Hobby

Rudern hat für Körper und Fitness viele Vorteile. So schont der Sport die Gelenke und kann daher bis ins hohe Alter betrieben werden, und das auf Breitensportniveau. Passieren kann allerdings, dass die Sehnenscheiden in den Unterarmen Probleme bereiten. Zudem sind Verletzungen im Bereich der Lendenwirbelsäule möglich. Beim Rudern auf Seen, auf Flüssen und dem Meer besteht zudem immer die potenzielle Gefahr, dass es zu Unfällen kommt. Schwimmen ist also eine grundsätzliche Bedingung für alle, die in ihrer Freizeit rudern wollen.

Wie teuer ist der Rudersport?

Hobbys kosten in der Regel Geld, aber Rudern ist ein beliebter Vereinssport. Wer gerne rudern will, sollte sich einem Verein anschließen, da sich dort viele Mitruderer finden und die Boote zudem gestellt werden. Wer hingegen ohne Verein rudern möchte, muss viel Geld in die Hand nehmen. So kostet ein Einer, der für den Breitensport tauglich ist, zwischen 4000 und 5000 Euro. Handelt es sich aber um ein Highend-Gerät für den Wettkampf, dann sind bis zu 13.000 fällig. Deshalb ist es auf jeden Fall besser, einem Ruderverein beizutreten. Nur dort lässt sich die richtige Technik erlernen, ohne die das Hobby zu Verletzungen führen kann.

Viele bieten Ruderkurse für Anfänger an. Diese Kurse enthalten jeweils zwei Trainingseinheiten pro Woche über einen Zeitraum von vier bis maximal sechs Wochen. Danach können Laien ohne Probleme bereits in einem Skullmannschaftsboot gut mithalten. Die Mitgliedschaft in einem Verein ist mit 20 bis 30 Euro im Monat günstig, zumal die Mitglieder jederzeit die Boote nutzen dürfen.

Auf dem Trockenen rudern

Rudern ist ein gesundes Hobby zu Wasser und auch zu Lande. Wer lieber Indoor rudern möchte, kann dies heute in fast jedem Fitnessstudio, denn dort gibt es sogenannte Ergometer-Rudermaschinen. Diese Maschinen haben den großen Vorteil, dass alle unter den gleichen Bedingungen auch allein trainieren können. Die Technik ist sehr ähnlich, in einem echten Ruderboot kommen, neben dem Mannschaftsgedanken, noch die Anforderungen an das Gleichgewicht dazu. Wem der Weg zum Fitnessstudio zu weit ist, kann sich auch ein Standardrudergerät kaufen und nach Hause liefern lassen. Die Preise beginnen hier ab 1000 Euro.

Übrigens, beim Rudern auf dem Trocknen werden auch Weltmeisterschaften ausgetragen. Ein wirklich guter Ruderer in dieser Disziplin schafft zwei Kilometer in sechs Minuten. Ein sehr schickes Rudergerät aus Nussbaum hat es sogar zum Fernsehstar gebracht. Der „Water Rower“, bei dem der Widerstand durch einen durchsichtigen Wassertank erzeugt wird, kostet 1700 Euro und ist der heimliche Star der Serie „House of Cards“.

Für wen ist Rudern der richtige Sport?

Wer ein gesundes Hobby sucht und dazu noch Sinn für Rhythmus hat, findet im Rudersport die perfekte Sportart für sich. Wird im Mannschaftsboot trainiert, dann kommt es auf den sogenannten Schlagmann an, der die Zahl der Ruderschläge vorgibt. Zieht die Mannschaft mit und rudert harmonisch, dann läuft es, wie die Ruderer es nennen. Rudern als gesundes Hobby ist deshalb so interessant, da es sowohl etwas für Menschen mit Teamgeist, als auch für Ego-Sportler gedacht ist. Jeder, der rudert, kann sich individuell belasten, was auch für ein Mannschaftsboot gilt. Hauptsache ist, dass die Bewegungen stets harmonisch bleiben.

Sind Rudern und Paddeln das Gleiche?

Rudern und Paddeln haben zwar Gemeinsamkeiten, aber die Bewegungsabläufe sind unterschiedlich. Wer paddelt, fährt mit der Fahrtrichtung, gerudert wird jedoch rückwärts. Ein gesundes Hobby ist Rudern, weil viele Muskeln beansprucht werden, beim Paddeln ist es nur der Oberkörper.

Video: RUDERN – Anforderungsprofil und Training

RUDERN - Anforderungsprofil und Training

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Fazit zum gesunden Hobby Rudern

Rund um den Rudersport gibt es eine Vielzahl von Klischees. So haben alle, die Rudern, immer ein breites Kreuz. Rudern ist vielleicht ein gesundes Hobby, im Grunde aber langweilig. Wie Schwimmer, so haben auch Ruderer, die viel trainieren, ein etwas breiteres Kreuz, „Kleiderschränke“ sind sie deshalb aber nicht. Da beim Rudern immer wieder die gleiche ausgeführt wird, gilt es als langweilig. Wer draußen rudert, wird den Sport als spannend empfinden, denn mit jedem Ruderschlag verändert sich die Landschaft. Wer in der Mannschaft rudert, wird technisch wie auch koordinativ gefordert, was alles andere als langweilig ist.

Bild: @ depositphotos.com / fokkebok

Tommy Weber
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