Hobby: Reiten

Reiten als Hobby – das sollten Pferdefreunde wissen

Das Glück dieser Erde liegt bekanntlich auf dem Rücken der Pferde und der englische König Richard III. wollte sogar ein Königreich gegen ein Pferd tauschen. Pferde und leben schon seit sehr langer zusammen, daher ist eine gegenseitige Sympathie nicht weiter verwunderlich. Reiten als Hobby ist nicht nur für geeignet, auch viele Erwachsene haben den Wunsch, reiten zu lernen. Reiten ist ein sportliches Hobby, was entspannt und lange nicht so teuer ist, wie viele vielleicht denken.

Wer reiten als Hobby betreiben möchte, sollte aber einige Dinge im Vorfeld achten, denn dies hilft effektiv dabei, Geld zu sparen.

Es muss nicht gleich ein eigenes Pferd sein

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Reiten als Hobby heißt nicht, der Besitzer eines Pferdes zu sein, es gibt eine Reihe von anderen Möglichkeiten, sich seinen Traum zu erfüllen. Zunächst ist einmal wichtig, Reitunterricht zu nehmen, denn ganz so einfach, wie es aussieht, ist reiten leider nicht. Reitunterricht wird von vielen Reitställen zu ganz unterschiedlichen Preisen angeboten. Wer den passenden Reitstall sucht, sollte sich Zeit lassen und sich zunächst einmal in der näheren Umgebung umschauen. Die Atmosphäre im Stall sollte angenehm sein und der Besitzer keine Probleme damit haben, den Besuchern die Stallungen zu zeigen und alles, was dazu gehört.

Wie gepflegt sind die und wie sauber ihre Ställe? Wie sehen Futterkammer und Sattelkammer aus? Ein verantwortungsvoller Reitstallbesitzer wird seine zukünftigen Kunden auffordern, beim Füttern und beim Striegeln der Tiere zuzuschauen und auf Fragen die richtigen Antworten haben. Jeder Anfänger sollte eine fachkundige Anleitung zum Thema Pferd bekommen, bevor er das Reiten als Hobby in die Tat umsetzen kann.

Wissen aneignen

Ist der richtige Reitstall gefunden, dann ist der erste und wichtigste Ansprechpartner immer der Reitlehrer. Er sollte ein stets offenes Ohr für seine Schüler haben und gerne Auskunft geben und seine Schüler sowohl mit praktischem, als auch mit theoretischem Wissen versorgen. Woran kann man einen guten Reitlehrer erkennen? Er bleibt, ganz gleich in welcher Situation, mit seinen Schülern wie auch mit den Pferden, immer geduldig, verständnisvoll und vor allem ruhig. Diese Ruhe sollten auch diejenigen übernehmen, die Reiten als Hobby haben wollen, denn Pferde sind Fluchttiere und schnell aus der Ruhe zu bringen. Der Reitlehrer zeigt seinen Schülern, worauf es ankommt und sie lernen, den jeweiligen Gemütszustand des Pferdes richtig zu deuten.

Wenn Pferde beispielsweise die Ohren anlegen, bedeutet es „Vorsicht! Das gefällt mir nicht“, oder „das kenne ich noch nicht und es macht mir Angst“. Sind die Ohren hingegen nach oben gerichtet, dann signalisiert das Pferd, dass es neugierig und guter Laune ist.

Sauberkeit ist das oberste Gebot

In einem guten Reitstall haben die Pferde einen sogenannten Koppelgang und einen Offenstall. So können sie sich ganz nach Belieben austoben und sind anschließend im Unterricht folgsam und aufmerksam. Wie bei Hunden, so ist auch bei Pferden der regelmäßige Kontakt zu den Artgenossen sehr wichtig. Sind sie auf der Koppel mit anderen Pferden zusammen, dann sind sie glücklich. Für den Reiter bedeutet es: Ein glückliches Pferd bockt und buckelt nicht, was bei Anfängern im Reitsport von großer Bedeutung ist. Nur wenn Pferde artgerecht gehalten werden, ist es die beste Sturzprävention.

Die Reitanfänger sollten auch den Stall genau unter die Lupe nehmen. Wichtig sind absolute Sauberkeit, der Stall muss hell und freundlich sein sowie ausreichend Fenster zum Lüften haben. Offenställe, Paddocks und Koppeln sollten eine Selbstverständlichkeit sein, ebenso wie qualifiziertes Hof- und Stallpersonal. Moderne Ställe haben sogar eine Waschanlage für ihre Pferde sowie einen Infrarot-Heizstrahler. Ob ein Pferd und gut gepflegt ist, lässt sich am glänzenden Fell erkennen. Zudem sollte das Tier auf Menschen neugierig und freundlich reagieren.

Reiten als Hobby – die ersten Reitstunden

Wie gut das Reiten als Hobby funktioniert, hängt immer vom jeweiligen Reitlehrer ab. Er sollte den Trainerschein C, B, A haben oder sogar gelernter Pferdewirt sein. Die ersten Reitstunden werden sogenannte Übungen im Zirkel, also in einem großen Kreis sein. Dabei führt der Reitlehrer das Pferd noch an der Lounge und das Pferd geht in der langsamsten Gangart: im Schritt. So kann sich der Schüler am besten auf das Pferd konzentrieren und der Reitlehrer ist in der Lage, das Pferd besser zu kontrollieren. In den nächsten Stunden werden dann, nach und nach, die beiden anderen Gangarten Trab und Galopp geübt. Beim Reiten als Hobby reicht zunächst eine Stunde pro Woche aus. Der Reiter wird schnell merken, welcher Teilbereich für ihn am ehesten infrage kommt.

Günstig ist es, am Gruppenunterricht teilzunehmen, wobei die Gruppen meist nicht allzu groß sind und der Reitlehrer noch Zeit für jeden einzelnen Schüler hat.

Welche Ausrüstung wird benötigt?

Für die ersten Reitstunden muss der Schüler nicht buchstäblich „gestiefelt und gespornt“ zum Unterricht erscheinen. Hier reichen Stiefeletten mit einer durchgehenden Sohle und einem kleinen Absatz für den besseren Halt im Steigbügel aus. Wer möchte, kann sich einen Reithelm kaufen, Anfänger können zunächst auch einen Fahrradhelm verwenden. Die Hose sollte in erster Linie robust, elastisch und eng anliegend sein. Wer nicht so viel Geld am Anfang ausgeben möchte, sollte im Reitstall mal auf das Schwarze Brett schauen, dort werden vielfach gebrauchte Reitutensilien für kleines Geld angeboten.

Handschuhe können, müssen aber nicht sein. Alle Reitfreunde, die empfindliche Hände haben, sollten jedoch spezielle Reithandschuhe tragen, da sie Zügel aus sind. Wenn später öfter geritten wird, schützen Handschuhe die Hände optimal.

Video: Reiten auf dem Reiterhof | Reiten lernen mit meinem Pony, galopp und trab | Clarielle

Reiten auf dem Reiterhof | Reiten lernen mit meinem Pony, galopp und trab | Clarielle

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Fazit zu Reiten als Hobby

Reiten als Hobby sollte immer sehr gut überlegt sein. Der Preis allein darf dabei nicht die Hauptrolle spielen, denn wenn eine Reitstunde zehn Euro kostet, wird an einer anderen Stelle gespart. Normal kosten Reitstunden zwischen 25 und 50 Euro. Wichtig ist es zudem, auf die Größe der Gruppe beim Unterricht zu achten, acht bis maximal zwölf Reiter sind die ideale Größe. Wenn das Hobby gefällt, besteht die Möglichkeit, ein Pferd zur Pflege oder eine Reitbeteiligung zu bekommen. Wer sich für das Pflegepferd entscheidet, kümmert sich um das Pferd, striegelt und füttert es, kratzt die Hufe aus, hält den Stall immer sauber und reitet es auch. Durch die Pflege gilt die Reiterlaubnis als abgegolten. Wer sich für eine Reitbeteiligung entscheidet, muss sich außerdem an den Kosten beteiligen, die entstehen, um ein Pferd reiten zu dürfen.

Bild: @ depositphotos.com / distribution@arcurs.com

Tommy Weber
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