Hobby: Katzen züchten

Katzen züchten – ein anspruchsvolles Hobby

In Deutschland leben 16,7 Millionen Katzen, 26 Prozent davon in privaten Haushalten. In der Regel sind es normale Hauskatzen, aber es gibt auch Rassekatzen, die von privat gezüchtet werden. Wer sich für das Züchten von Katzen interessiert und es vielleicht zu seinem Hobby machen möchte, sollte sich darüber im Klaren sein, dass Katzen züchten ein Hobby ist, was viel verlangt. Zudem muss sich der Hobbyzüchter mit Katzen, ihren genetischen Veranlagungen und Defekten, ihren möglichen Krankheiten und ihrem Wesen gut auskennen. Nur in dem Fall kann es gelingen, erfolgreich Katzen zu züchten.

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Was müssen Hobbyzüchter beachten?

Katzen züchten heißt: Es kommt nicht nur auf das rassetypische Aussehen, sondern vielmehr auf das Wohlbefinden und die Gesundheit der an. Seriöse Hobbyzüchter verdienen ihren Lebensunterhalt mit einem normalen Beruf und sind nicht auf die Gewinne der Katzenzucht angewiesen. Sie können sich ganz auf die konzentrieren und dass es den Tieren stets gut geht. Viele Züchtervereine haben ein strenges Regelwerk, das besagt, was bei der Hobbyzucht erlaubt ist und was nicht.

Wer das Katzen züchten zu seinem Hobby machen möchte, muss sich zunächst bei einem anerkannten Zuchtverband registrieren lassen. In den Leitlinien des Verbandes finden sich alle wichtigen und relevanten Informationen, welche Voraussetzungen eine Katze für die Zucht erfüllen muss. In der Regel werden nur Tiere zugelassen, die in den Zuchtbüchern des Verbandes oder eines anderen Vereins eingetragen sind. Bei Ausnahmen muss eine schriftliche Genehmigung vorliegen.

Katzen züchten – die wichtigen Voraussetzungen

Katze und Kater dürfen nicht miteinander verwandt sein, zudem müssen sie nachweislich , entwurmt, geimpft und frei von Parasiten sein. Wer Katzen züchten will, die unterschiedliche Rassen als Eltern haben, braucht dazu eine schriftliche Erlaubnis. Dies ist eine sinnvolle Maßnahme, damit neben typischen Erbkrankheiten, die bei einigen Rassen immer wieder auftreten, auch die sogenannte Qualzucht vermieden wird. Bei einigen Rassen, wie bei der normalen Hauskatze, werden andere Rassen eingekreuzt, damit der Genpool erweitert wird, um genetisch bedingte Fehl- oder Missbildungen zu vermeiden.

Kater und Katze müssen, wenn sie miteinander verpaart werden, mindestens zehn Monate alt sein. In den Richtlinien der Zuchtverbände gibt es genaue Angaben, welche Zeit zwischen den einzelnen Verpaarungen und den Würfen unbedingt eingehalten werden müssen. Erlaubt sind meistens nur maximal zwei Würfe im Jahr, und zwar in einem Abstand von mindestens drei Monaten, damit die Katze gesund bleibt.

Auf den richtigen Züchter achten

Wer Katzen züchten möchte, muss nicht unbedingt einen eigenen Kater für die Zucht halten. Die Katze kann genauso vom Kater eines anderen anerkannten Züchters gedeckt werden. Wichtig für den Katzenbesitzer ist es, den Stammbaum des Katers einzusehen, um mögliche genetische Eigenheiten rechtzeitig zu erkennen. Zwei bis drei Tage nachdem die Katze rollig ist, sollte sie zum Kater gebracht werden.

Dabei können Gebühren anfallen, die zwischen 300 und 600 Euro liegen. Zudem müssen die Besitzer von Katze und Kater verschiedene Anträge stellen und Bescheinigungen ausfüllen. Falls die Paarung nicht erfolgreich ist, muss der Besitzer der Katze dies dem Besitzer des Katers und dem Verband melden. In diesen Fällen hat der Katzenbesitzer Anspruch auf einen neuen, kostenlosen Versuch innerhalb eines Jahres.

Warum die Haltung eines Katers schwierig ist

Viele Katzenfreunde, die Katzen züchten wollen, halten sich eine Katze, und zwar aus gutem Grund. Wird ein Kater geschlechtsreif und ist nicht kastriert, dann wird er damit beginnen, sein Revier mit übel riechendem Urin zu markieren. Viele, die Katzen züchten, richten ihrem Kater im Garten ein „Katerhaus“ mit einem Freigehege ein, wo die Tiere dann ihr eigenes Reich haben. Das Ganze ist jedoch immer nur artgerecht, wenn sich der Besitzer die Zeit nimmt, um regelmäßig mit dem Kater zu spielen, mit ihm zu sprechen und ihm seine Aufmerksamkeit zu schenken. Eine Alternative wäre ein kastrierter Artgenosse, denn in dem Fall fühlt sich der Kater nicht so allein und es werden Verhaltensstörungen vermieden.

Kater sind anhänglich

Anders als Katzen bauen Kater eine enge Beziehung zu einem Menschen auf, sie sind anhänglicher. Das Beste, was einem Zuchtkater passieren kann, ist, dass er im Haus leben und am Alltag der teilnehmen kann. Ein gesicherter Freigang ist eine gute Idee, ebenso wie ein eigenes Spielzimmer mit Klettermöglichkeiten, ein bequemer Schlafplatz, Möglichkeiten, sich zu verstecken und natürlich ein Kratzbaum. Wenn der Kater sich wohlfühlt, wird er nicht mehr versuchen, im ganzen Haus zu markieren. Kater, die diesen Komfort nicht genießen und zu wenig Zuwendung bekommen, werden schnell menschenscheu, aggressiv und entwickeln eine übertriebene Ängstlichkeit.

Welche Katzen sind von der Zucht ausgeschlossen?

Alle, die Katzen züchten wollen, müssen sicherstellen, dass das Tier nicht krank ist und keine genetisch vererbbaren Defekte aufweist. Diese Katzen und Kater sind von der Zucht ausgeschlossen. Ab einem bestimmten Alter und einer gewissen Anzahl an Würfen ist es der Katze aber nicht mehr zuzumuten, weiteren Nachwuchs zu bekommen. Wann dieser Fall eintritt, weiß der Tierarzt, der die Zuchtkatze in regelmäßigen Abständen untersuchen sollte. Katze und auch Kater, die für die Zucht zu alt sind, sollten so schnell wie möglich kastriert werden. Wichtig ist es, die Tiere auch weiterhin in ihrer gewohnten Umgebung zu lassen, damit sie ihren Ruhestand genießen können.

Woran kann man unseriöse Züchter erkennen?

Wer eine Katze für die Zucht kaufen möchte, muss unbedingt darauf achten, dass der Züchter wirklich seriös ist. In Zeiten des Internets gibt es leider zu viele „angebliche“ Katzenzüchter, die nur Geld verdienen wollen und denen die Gesundheit der Tiere vollkommen gleichgültig ist. Katzen, die aus dem Kofferraum eines Autos verkauft werden, sind ein absolutes No-Go. Vorsicht ist zugleich geboten, wenn die Katzen oder Kater weit unter Preis angeboten werden. Bei solchen „Züchtern“ sollte grundsätzlich nicht gekauft werden, um diese Praktiken nicht noch zu unterstützen.

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Fazit zum Hobby Katzen züchten

Falls man sich nicht sicher ist, ob alles seine Ordnung hat, ist es eine gute Idee, darum zu bitten, die Katzeneltern mit ihrem Wurf einmal besuchen zu dürfen. Wird die persönliche Kontaktaufnahme aus fadenscheinigen Gründen abgelehnt, dann ist das ein Grund, misstrauisch zu werden. Unseriöse Züchter bieten Rassekatzen oft ohne den notwendigen Stammbaum an, außerdem sind sie weder Mitglied in einem Katzenzuchtverein, noch gehören sie einem Verband an. Somit sind sie auch an keine Richtlinien gebunden.

Bild: @ depositphotos.com / Tuchong-Microstock4

Tommy Weber
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