Hobby: Ziervögel halten

Ziervögel halten – das sollten Vogelfreunde beachten

Haustiere sind nicht in jeder Mietwohnung gerne gesehen. Hunde könnten bellen und so den Hausfrieden stören, Katzen zerkratzen die Türrahmen und so etwas sehen Vermieter nicht so gerne. Obwohl Kleintiere in Mietwohnungen per Gesetz erlaubt sind, verzichten viele Mieter aus Angst vor Ärger darauf. Wer halten möchte, die keinen Ärger, sondern sehr viel Freude machen, sollte Ziervögel halten. sind gesellige Tiere, sie zu züchten, kann ein schönes Hobby sein und der Vermieter kann dagegen nichts einwenden.

Ziervögel halten, wie macht man es richtig?

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Wer das Halten von Ziervögeln zu seinem Hobby machen möchte, sollte sich zuerst über das Verhalten der Vögel in freier Wildbahn informieren. In der freien verbringen die Tiere ihre mit Fliegen oder in der munteren Gesellschaft ihrer Artgenossen. Sie sind nur selten allein, sie pflegen gegenseitig ihr Gefieder und führen eine angeregte Konversation untereinander. Viele Vogelarten leben monogam, sie bleiben ihr Leben lang nur einem Partner treu. Zusammen mit dem Partner nehmen sie die elterlichen Pflichten, wie die Brut und die Aufzucht des Nachwuchses, sehr ernst.

Ganz anders sieht das Leben der mehr als drei Millionen Ziervögel in deutschen Haushalten aus. Ziervögel halten heißt, dass die Tiere in Gefangenschaft leben. Zugleich ist ihnen langweilig, sie leiden unter Platzmangel und einer Unterforderung ihrer Intelligenz. Ihnen fehlen die Artgenossen, was besonders bei Sittichen und Papageien der Fall ist. Oftmals sind die Käfige und Volieren zu klein und die Tiere bekommen über kurz oder lang schwere Verhaltensstörungen.

Ziervögel nie allein halten

Die Mehrzahl der Vögel, die privat gehalten werden, sind sehr soziale Tiere, die in der freien Natur niemals allein leben würden. Wer Ziervögel halten will, muss mehrere Tiere oder zumindest ein Pärchen halten, damit es nicht zu Verhaltensstörungen kommt. Sind die sozial geprägten Tiere einsam, dann kann es passieren, dass sie sich die Federn ausrupfen oder in die Gliedmaßen beißen. Ein aggressives Verhalten gegenüber den Besitzern ist ebenfalls möglich. Daher ist es sehr wichtig, die Tiere nicht allein zu halten. Wer einen Vogel aus dem Tierheim bei sich aufnehmen möchte, sollte darauf achten, dass es sich um Exemplare der gleichen Art handelt. Ideal ist es, wenn die Vögel sich schon einen Käfig geteilt haben und gut miteinander auskommen. Zwei Ziervögel, die sich bereits kennen, werden gut miteinander auskommen und kommunizieren, da sie das gleiche arttypische Sozialverhalten haben.

Ziervögel halten – so wichtig ist es, die Tiere zu beobachten

Ist bereits einen Ziervogel zu Hause und soll ein Zweiter dazukommen, dann ist es wichtig, den Käfig mit dem Neuankömmling zunächst in die Voliere zu stellen. So können die Vögel Blickkontakt halten und der Besitzer kann sie besser beobachten. Wichtig ist es vor allem, wie die Vögel aufeinander reagieren. Wird es eine freundliche Unterhaltung mit munterem Gezwitscher, dann kann der Käfig nach zwei Tagen geöffnet werden. Der geöffnete Käfig sollte trotzdem noch in der Voliere stehenbleiben, um dem neuen Vogel einen Rückzugort zu bieten, wenn er ihn möchte.

Kommen die Tiere gut miteinander aus, dann kann der Käfig nach einigen Tagen entfernt werden. Wichtig ist es zudem, dass der neue Vogel von einem Tierarzt gründlich untersucht wird, bevor er in die Voliere kommt. Ist alles in Ordnung, dann steht einer Zweiergemeinschaft nichts mehr im Wege.

Die Vögel müssen fliegen

In der freien Natur sind Ziervögel ständig unterwegs. Daher sollten sie auch in Gefangenschaft die Möglichkeit bekommen, mehrere Stunden am Tag fliegen zu können. Wer den Tieren eine Freude machen will, sollte die Veranda oder den Balkon zu einer großen Freiflugvoliere umbauen. Optimal ist zudem eine Außenvoliere mit einem schützenden Raum im Garten. Falls die Räumlichkeiten es zulassen, dann ist es eine gute Idee, im Haus ein „Vogelzimmer“ einzurichten, in dem die Tiere die Möglichkeit haben, dauerhaft frei zu fliegen.

Viele Vögel sind es gewohnt oder haben es gelernt, in der Nacht den Käfig aufzusuchen, um in Sicherheit zu sein. Wer Ziervögel halten möchte, sollte in der Voliere für eine solche Zuflucht sorgen. Das Schlimmste, was den Tieren angetan werden kann, ist, ihre Flügel zu beschneiden. So etwas verbietet zudem das Tierschutzgesetz, da diese Handlung als Amputation bewertet wird.

So wichtig sind frisches Wasser und richtige Nahrung

Ziervögel halten heißt auch, für ihr leibliches Wohl zu sorgen. So sollten sie mindestens einmal am Tag frisches bekommen. Nur auf diese Weise kann die Vermehrung von Krankheitserregern, die sich in schmutzigem Wasser befinden, verhindert werden. Die Behälter für die Nahrung und das Wasser sollten stets oberhalb der Sitzstangen angebracht werden. So wird verhindert, dass Futter und Wasser vom Kot der Vögel verunreinigt werden. Die Ernährung von Ziervögeln, die in der Hauptsache aus Saaten besteht, kann zu einem gefährlichen Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen führen. Daher ist es wichtig, den Vögeln zusätzlich Mischungen mit Kraftfutter sowie frische Nahrung wie , Kartoffeln, Nudeln, Reis und anzubieten.

Das Frischfutter sollte aber nie länger als ein paar Stunden stehen. Gerade Ziervögel wie Sittiche sind sehr empfindlich in Bezug auf Infektionen, die durch Bakterien ausgelöst werden. Da diese Vögel nur ungern neues Futter annehmen, sollte ausprobiert werden, was sie bevorzugen und was sie ablehnen.

Auf Luftfeuchtigkeit achten

Alle, die Ziervögel halten wollen und sich für Papageien wie beispielsweise Aras, Amazonen oder Graupapageien entscheiden, müssen damit rechnen, dass diese Tiere schnell an Schimmelpilzerkrankungen leiden. Die trockene Heizungsluft in den Räumen bekommt den Tieren nicht. Die Schleimhaut wird geschädigt und die Schimmelpilzsporen werden in den Lungen gelagert. So kommt es zu Atemnot und nicht selten sterben die Tiere einen qualvollen Erstickungstod. Daher sollte die Luftfeuchtigkeit mindestens 60 Prozent betragen, was mit Wasserschüsseln und feuchten Tüchern auf der Heizung erreicht wird. Perfekt sind spezielle Luftbefeuchter.

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Fazit zum Hobby Ziervögel halten

Ziervögel halten ist ein schönes Hobby, da die Beobachtung der Tiere viel Spaß macht und informativ ist. Da diese Vögel nicht dumm sind, ist es wichtig, für Beschäftigung und vor allem für viel Abwechslung zu sorgen. Wichtig sind feste Sitzstangen ebenso wie freischwingende Wippstangen. Über frische Äste in der Voliere freuen sich die gefiederten Hausgenossen ebenfalls, denn sie beschäftigen sich gerne mit diesen Ästen, beispielsweise beim Nestbau. Um die Aktivitäten zu fördern und den Vögeln gleichzeitig einen Leckerbissen zu servieren, sind frei hängende Hirsekolben die beste Wahl. Übrigens ist es auch eine gute Idee, die Nahrung zu verstecken, um die Vögel geistig zu beschäftigen.

Bild: @ depositphotos.com / omarpersonal@yahoo.com

Tommy Weber
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