Hobby: Schnitzen

Schnitzen – ein kreatives Hobby mit Holz

Wer mit seinen eigenen Händen etwas gestaltet, was es nur einmal gibt, dann ist das immer etwas Besonderes. Alle, die ein kreatives Hobby suchen, bei dem ein natürliches Material die Hauptrolle spielt, sollten das Schnitzen zu ihrer Freizeitbeschäftigung machen. Schnitzen heißt, kreativ mit Holz zu arbeiten und Kunstwerke zu schaffen, die selbst nach Jahrzehnten nichts von ihrer Schönheit und Einzigartigkeit verlieren.

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Ein kreatives Hobby wie das Schnitzen ist ausgesprochen vielseitig. Eine Skulptur für den Garten, ein Besteck für den Salat oder eine Uhr – Schnitzen macht Spaß und ist ideal für alle, die sich selbst und anderen eine Freude machen wollen.

Eine Kunst mit langer Tradition

Ein kreatives Hobby wie das Schnitzen wird schon seit Jahrhunderten ausgeübt und ist weltweit zu finden. Das Schnitzen in Europa ist deshalb besonders, da hier bedingt durch das Klima mit Holzarten geschnitzt wird, die sehr lange halten. Lange wurde vermutet, dass Schnitzen ursprünglich dazu diente, Gegenstände für das alltägliche Leben zu produzieren. Löffel, Schüsseln und Schalen waren Gebrauchsgegenstände, mit der Schnitzkunst der heutigen Zeit haben sie jedoch nichts zu tun. Schnitzen ist ein Produkt des uralten menschlichen Bestrebens, seine Umwelt gestalten zu können, aber auch, um sie schöner zu machen. Schon in den Anfängen des Schnitzens wurde darauf geachtet, dass sich die Dinge von denen des Nachbarn unterschieden haben.

Später dienten die geschnitzten Teile dazu, das Zuhause schöner zu machen und das Haus auf eine ganz besondere Art zu verzieren. Zeugnisse dieser Schnitzkunst sind beispielsweise Stühle, die eine kunstvoll gestaltete Rückenlehne hatten.

Ein kreatives Hobby, um zur Ruhe zu kommen

Der moderne Alltag wird zunehmend von Hektik und Stress bestimmt. Viele sind daher auf der Suche nach einer Freizeitbeschäftigung, mit der sie zur Ruhe kommen und sich entspannen können. Ein kreatives Hobby wie das Schnitzen ist ein idealer Ausgleich zum Alltag und zur Arbeit. Schnitzen erfordert ein gewisses Maß an Konzentration und das führt schließlich zur Ruhe, denn wer schnitzt, vergisst schnell die Zeit. Das Hobby ist für alle, die dauerhaft gestresst sind, eine sehr gute Therapie. Schnitzen heißt, die Zeit zu vergessen, Ideen eine Gestalt zu geben und sich zu erholen.

Welches Holz ist optimal zum Schnitzen?

Alle, die das faszinierende Hobby einmal ausprobieren wollen, brauchen dazu nicht viel mehr als das richtige Holz und ein Schnitzmesser. Theoretisches Vorwissen und etwas Vorbereitung können ebenfalls nicht schaden. Das Stück Holz, das gebraucht wird, nennt sich Schnitz-Rohling. Welches Holz ist überhaupt gut zum Schnitzen geeignet? Schnitzer, die bereits Erfahrung haben, bevorzugen Lindenholz, da dieses Holz es ermöglicht, selbst feinste Details auszuarbeiten. Walnuss ist ebenfalls ein Holz, das sich zum Schnitzen gut eignet. Mehr Kraft verlangt das Schnitzen mit Eschen- und Eichenholz, da es zwei harte Holzarten sind.

Alle, die für ihr kreatives Hobby ein Holz suchen, das weich und trotzdem gut zu bearbeiten ist, sollten den Stamm des Buchsbaums wählen. Da er sehr schmal ist, eignet sich der Buchsbaumstamm oder das sogenannte Kernholz besonders für kleinere Dinge.

Das richtige Werkzeug

Ein kreatives Hobby braucht das richtige Werkzeug, was beim Schnitzen nicht anders ist. Im Fachhandel werden Schnitzmesser in verschiedenen Größen und für bestimmte Schnitzarbeiten angeboten. Außerdem brauchen alle, die Schnitzen zu ihrem Hobby machen möchten, einen elektrischen Schleifblock und einen sogenannten Abziehstein. Benötigt werden zudem Wasser, Öl, ein Stück und eine besondere Polierpaste, die es ebenfalls im Fachhandel zu kaufen gibt. Ein elektrischer Schleifblock ist kein Muss, die Schnitzmesser kann man auch mit der Hand schärfen, was allerdings Zeit und Kraft in Anspruch nimmt.

Wenn das Hobby Schnitzen Spaß macht, kann das Werkzeug natürlich ergänzt werden. Ein Flacheisen, ein Balleisen für die Rundungen sowie ein Hohleisen für die ausgeprägten Vertiefungen sollte jeder, der gerne schnitzt, in seiner Werkstatt haben. Für einige Arbeiten wird noch ein Hammer gebraucht, allerdings nicht, um das Holz zu bearbeiten. Er dient nur dazu, das Schnitzeisen besser bewegen zu können.

Mit einfachen Arbeiten beginnen

Zum Einstieg sollten es zuerst einmal kleine, einfache Gegenstände sein, die geschnitzt werden. Beim Schnitzen gilt das „Learning by doing“ Prinzip, was heißt, je länger man sich mit dem Schnitzen beschäftigt, umso mehr kann man dabei lernen. Anfänger machen meist die typischen Fehler, wie beispielsweise gegen die Wuchsrichtung der Holzfasern zu schnitzen. Auf diese Weise kann es passieren, dass das Holz splittert und der Schnitz-Rohling nicht mehr brauchbar ist. Ist spürbar, dass sich das Schnitzeisen oder das Schnitzmesser „eingraben“ und die Arbeit stockt, dann sollte man versuchen, den gleichen Schnitt in einer anderen Richtung zu machen. Am besten ist es immer, quer zur Holzfaser zu arbeiten.

Für die eigene Sicherheit ist es sehr wichtig, das Schnitzeisen nie in Richtung des Körpers zu bewegen. Da die Eisen scharf sind, wird immer vom Körper weg geschnitzt.

Das Kerbschnitzen – perfekt für Anfänger

Da Schnitzen ein kreatives Hobby ist, gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, ein Stück Holz zu gestalten. Die sogenannte Kerbschnitzerei ist auch für Anfänger geeignet, da sich bei dieser Form des Schnitzens schnell Erfolge zeigen. Mit dieser Schnitzart können wunderbare Schriftzüge, aber auch Ornamente und viele unterschiedliche Muster leicht erarbeitet werden. Wer möchte, kann die Muster selbst entwerfen oder nach alten Vorlagen arbeiten. Selbst gestaltete Vorlagen lassen sich nach Belieben vergrößern oder verkleinern und dann auf das Holz übertragen. Blumen und gehören zu den beliebtesten Motiven, die entweder nach Vorlage oder nach dem eigenen Entwurf geschnitzt werden.

Der Handel bietet eine reiche Palette an Vorlagenbüchern an, die zeigen, wie aus einem Stück Holz mit einfachen Arbeiten exklusive Dinge entstehen können.

Video: Grundlagen SCHNITZEN: Werkzeug, Mindset, Anfangen!

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Fazit zum Hobby Schnitzen

Geht es um ein kreatives Hobby, das keine Altersgrenze kennt, dann ist Schnitzen genau das Richtige. Für gibt es spezielle Extraschnitzmesser, die nicht so scharf sind wie die von Erwachsenen benutzten Messer. Ein wichtiger Aspekt beim Schnitzen, den viele gerne übersehen, ist das regelmäßige Waschen der Hände. Wer aktiv schnitzt, muss sich in regelmäßigen Abständen die Hände gründlich mit Wasser und Seife waschen, denn mit den Händen werden auch Schmutz und Fett auf das Holz übertragen und verschmutzen es. Speziell wer mit einem hellen Holz wie Birnbaumholz arbeitet, muss darauf achten, dass das Holz immer sauber bleibt. Sammelt sich Staub auf der Schnitzarbeit, dann kann er einfach mit dem Pinsel entfernt werden.

Bild: @ depositphotos.com / olexiysyrotkin

Tommy Weber
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