Hobby: Rosen züchten

Rosen züchten – ein dekoratives und duftendes Hobby

Rosen gehören zu den wohl populärsten in jedem Garten. Die Königin der gibt es in unendlich vielen Varianten und ständig kommen neue Sorten dazu. Rosen züchten ist daher ein sehr spannendes Hobby, denn wer eine besonders schöne und duftende Rose sein Eigen nennen will, muss diese nur vermehren. Viele Rosenfreunde sind auch begeisterte Hobbyzüchter und haben Freude daran, die schöne Blume zu vermehren und zu veredeln.

Wer Rosen züchten möchte, hat dazu mehrere Optionen. Welche die Richtige ist, orientiert sich immer an der jeweiligen Sorten. Die Mehrzahl der Hobbyzüchter kennt sehr wahrscheinlich die Vermehrung durch Stecklinge oder durch Veredlung, es gibt aber noch mehr Möglichkeiten.

Rosen züchten mit der Hilfe von Stecklingen

Eine der bekanntesten Varianten, Rosen zu züchten, ist die Vermehrung durch sogenannte Stecklinge. Leider ist diese Methode nicht für allen Rosensorten geeignet. Bewährt hat sich die Vermehrung durch Stecklinge hauptsächlich bei Bodendeckern, bei Kletterrosen und Strauchrosen. Wer Ramblerrosen in seinem Garten hat, kann diese noch recht junge Kletterrose mit ihren langen, biegsamen Trieben, gut durch Stecklinge vermehren. Der beste Zeitpunkt für eine Vermehrung durch Stecklinge ist der August, da in diesem Monat bereits eine gute Verholzung der einjährigen Triebe stattgefunden hat.

Dazu von einem der Triebe ein Stück abschneiden, was die Länge eines Bleistifts hat und über mindestens vier Augen verfügt. Anschließend wird die Rosenblüte oberhalb eines Blattes vorsichtig abgeschnitten. Am anderen Ende wird nun der Steckling unterhalb des Blattes oder Auges abgeschnitten. Bis auf das obere Blatt, was um die Hälfte verkürzt wird, werden alle anderen Blätter entfernt. Wichtig ist es, alle Stacheln vom Stechling zu entfernen. Wer den Stechling nicht direkt einpflanzen möchte, sollte ihn ins Wasser stellen.

Rosen durch Absenken vermehren

Durch Absenkung Rosen züchten ist nicht so bekannt wie die Vermehrung mit Stecklingen, aber diese Methode eignet sich besonders für Kletterrosen. Bei einigen Strauch- und Ramblerrosen kann diese Form der Vermehrung ebenfalls erfolgreich sein. Wichtig ist hierbei, dass die Triebe sich ohne Mühe biegen lassen, aber dabei nicht abbrechen. Alle, die auf diese Art Rosen züchten möchten, suchen sich im Spätsommer einen möglichst langen Trieb aus. Sollte dieser verholzt sein, dann hilft es, ihn etwas einzuschneiden, damit er nicht bricht. Unter der Kletterrose wird eine rund 20 Zentimeter tiefe Mulde ausgehoben, in die der Trieb gelegt wird. Sollte sich der Trieb wieder nach oben biegen, dann hilft eine Astgabel, in an Ort und Stelle zu halten.

Anschließend wird die ausgehobene Erde mit Kompost versetzt und der mittlere Teil des Triebes damit abgedeckt. Rosen züchten gelingt in diesem Fall nur, wenn das Erdreich immer feucht gehalten wird. Wenn alles klappt, werden im Herbst an der Krümmung des Triebes Wurzeln austreiben. Im Frühling sind diese Wurzeln stark genug, um die neue Rose zu kappen und sie an ihrem neuen Standort zu pflanzen.

Rosen mit Kartoffeln vermehren

Rosen züchten mit der Hilfe von Kartoffeln klingt etwas abenteuerlich, ist aber auf jeden Fall wirksam. Bei Hobbyzüchtern ist diese Variante der Rosenvermehrung sehr beliebt, denn die Kartoffeln bieten den Stecklingen viele wichtige Nährstoffe und dazu noch ausreichend Feuchtigkeit. Damit die Vermehrung gelingt, werden komplett grüne Triebe ausgesucht, die keine vertrockneten Stellen haben. Falls sich daran eine Knospe befindet, wird diese gut drei Zentimeter über dem Kopf der Rose abgeschnitten. Wichtig ist es, das Ende des Stecklings immer schräg anzuschneiden, da Wasser und Nährstoffe so besser aufgenommen werden.

Die Kartoffeln sollten möglichst sauber und groß sein. In die Mitte wird ein Loch gebohrt, was der Dicke des Stecklings entspricht. Wer den Steckling ins Freie bringt, hebt zunächst eine Vertiefung aus, die dem doppelten Volumen der Kartoffel entspricht. Nachdem die Kartoffel mit dem Steckling in die Mulde gelegt wurde, sollte noch ein Drittel aus der Erde schauen. Das Loch wird anschließend mit Erde für die Anzucht aufgefüllt, die mit Substrat vermischt werden kann. Dabei ist es wichtig, die Erde immer fest anzudrücken. Sollte noch Frostgefahr bestehen, dann ist es besser, die Kartoffeln mit den Stecklingen in einem Blumentopf vorzuziehen. Wenn die Frostgefahr vorbei ist, werden die Stecklinge mit der Kartoffel vorsichtig aus dem Topf gehoben und in den Garten gebracht.

Vermehren durch veredeln

Hobbygärtner, die mit einer klassischen Methode Rosen züchten wollen, sollten auf eine Veredelung setzen. Bei dieser Form der Vermehrung geht es vor allem darum, aus einer eher anfälligen und schwachen Edelrose eine widerstandsfähigere Variante zu züchten. Der Hobbyzüchter verwendet eine robuste Unterlage, um dann von der Blütenpracht einer edlen Rose profitieren zu können, ein Vorgang, der sich Okulation nennt. Die Veredlung sorgt nicht nur für kräftige Pflanzen, sondern zudem für üppige Rosenbüsche, die sehr schnell wachsen. Für diese Methode wird außer einer schönen Edelrose, einer geeigneten Wildrose und einem sogenannten Okuliermesser nichts weiter gebraucht.

Der beste Zeitpunkt für eine Veredlung ist der August. Im ersten Schritt wird ein Trieb der Edelrose abgeschnitten, und zwar, nachdem sie verblüht ist. Blätter, Dornen und der Blütenkopf werden entfernt, nur der Blatttrieb bleibt noch am Stiel. Um die Augen zu entfernen, wird das Messer etwas über dem Auge angesetzt, um dann nach unten zu schneiden. Das Stück wird umgeklappt und dann sehr vorsichtig entfernt. Das jetzt freiliegende grüne Auge wird als Unterlage verwendet. Hat der Stiel eine Tasche, wird das Auge hineingeschoben und die Tasche wieder zugeklappt. Damit alles zusammenhält, ein Gummiband um den Stiel wickeln. Im Frühling zeigt sich dann, ob die Veredlung auch erfolgreich war.

Video: Rosen selber vermehren: Wie geht das? Stecklinge schneiden und einpflanzen

Rosen selber vermehren: Wie geht das? Stecklinge schneiden und einpflanzen

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Fazit zum Hobby Rosen züchten

Rosen werden nicht umsonst die Königinnen unter den Blumen genannt. Sie faszinieren immer wieder durch ihre unvergleichliche Schönheit und durch ihren intensiven, herrlichen Duft. Wer diese Blumen in seinem Garten hat, möchte sie nicht nur gut pflegen, sondern vielleicht auch vermehren. Rosen züchten ist ein schönes Hobby, was neben auch ein sekundäres Wissen über Rosen verlangt. Die verschiedenen Möglichkeiten der Vermehrung machen es einfach, für jede Rose eine passende Methode zu finden. Am besten eignen sich Frühling und Frühsommer für die Vermehrung, sollen Rosen aber gesät werden, dann ist der Spätherbst die richtige Entscheidung. Alle, die bei der Vermehrung auf Nummer sicher gehen möchten, können auch mit Bewurzelungshormonen arbeiten. Sie machen es einfacher und sicherer, die Wunschrose mit Erfolg zu züchten.

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Tommy Weber
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