Hobby: Nordic Walking

Nordic Walking – ein sportliches und zugleich gesundes Hobby

Wenn der Frühling kommt, freuen sich viele wieder über mehr Bewegung und sportliche Aktivitäten an der frischen Luft. Laufen, einen Spaziergang machen, mit dem Rad eine Tour unternehmen oder Nordic Walking gehören zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen, wenn die wieder scheint. Besonders die Sportarten, bei denen es auf Ausdauer ankommt, finden immer mehr Freunde. Dazu gehört auch der „Spaziergang mit Skistöcken“, wie Nordic Walking noch gerne scherzhaft genannt wird.

Der bietet schonende Bewegung an der frischen Luft. Anders als beim Joggen, schont er die Gelenke, regt den Kreislauf an und ist auch für Senioren die perfekte Sportart. Dazu kommt, dass nur wenig Zubehör und Vorkenntnisse gebraucht werden, wer walken möchte, kann einfach damit anfangen.

Was genau ist Nordic Walking?

Das Gehen mit Skistöcken ist eine typische Outdoor-Sportart. Dabei orientiert sich der Sportler am Bewegungsablauf, wie er auch beim normalen Gehen erforderlich ist. Trotzdem gibt es einige kleine, aber feine Unterschiede zum normalen Gehen. Im Gegensatz zum normalen Spazierengehen wird beim Walken der Schultergürtel aktiv vom Beckengürtel weggedreht. Oberkörper und Hüften werden leicht nach vorne geneigt und während des Gehens hängen die Schultern ganz entspannt nach unten. Wer den Fehler macht und die Schulter ständig anspannt, wird am Ende des Trainings mit ziemlicher Sicherheit Schmerzen haben.

Wichtig ist es zudem, die Ferse bei jedem Schritt ganzflächig aufzusetzen, denn auf diese Weise kann der Fuß einfacher richtig abrollen. Da die Arme aktiv mit eingebunden sind, werden die Schritte größer als beim Spazierengehen. Von Bedeutung ist außerdem: Beim Vorwärtsschwingen müssen die Stöcke mit festem Griff umfasst werden, beim Rückwärtsschwung werden sie dann wieder leicht geöffnet. Die Stöcke sollten möglichst eng am Körper geführt werden, da dies für die optimale Körperhaltung sorgt.

Wie sehen die perfekten Stöcke aus?

Nordic Walking kommt, wieder Name es schon verrät, aus dem Norden, genauer gesagt aus dem Norden von Europa. Diese Trendsportart wurde in den skandinavischen Ländern Finnland, Norwegen und Schweden entwickelt, weil die dort auch in den Sommermonaten nicht auf den Skilanglauf verzichten wollten. Das wohl wichtigste Zubehör sind die Stöcke. Die Länge dieser Stöcke entscheidet darüber, ob die Körperhaltung gesund ist oder eher nicht. Nicht weniger wichtig ist das richtige Material. Preiswert und leicht sind Stöcke aus Aluminium, die jedoch einen Nachteil haben: Sie lassen sich nicht biegen.

Bei Stöcken aus Carbon ist das anders, sie sind zwar teurer in der Anschaffung, lassen sich aber biegen und federn jeden Schritt hervorragend ab. Stöcke aus Komposit liegen, was den Preis und den Komfort angeht, in der Mitte. Die Schäfte der hochwertigen Stöcke sind sehr stabil und damit auch langlebig. Die Aufsätze sind nicht genormt, sie müssen passend zu den jeweiligen Stöcken gekauft werden. Ideal sind Modelle mit Handschlaufen, die aus einem reißfesten und elastischen Material bestehen. Wer auch in den Ferien walken will, sollte sich für Teleskopstöcke entscheiden, die in den Rucksack passen.

So wichtig sind die richtigen Schuhe

Neben den passenden Stöcken spielen die richtigen Schuhe beim Nordic Walking eine entscheidende Rolle. Festes und vor allem strapazierfähiges Material ist bei diesen Schuhen Pflicht. Sind die Schuhe atmungsaktiv, dann halten sie auch jeder Witterung stand. Wichtig ist außerdem eine rutsch- und wasserfeste Sohle. Spezielle Wanderschuhe zum Nordic Walking sind nicht zu empfehlen, da sie ein zu hohes Eigengewicht haben.

Wer sich für Schuhe mit einem etwas höheren Schaft entscheidet, bietet dem Fuß mehr Halt, was besonders bei Anfängern zu empfehlen ist. Je nachdem, wo gewalkt wird, ist das Profil der Schuhe ein wichtiger Aspekt. Wer überwiegend auf asphaltierten Straßen läuft, braucht Schuhe mit wenig Profil. Wer hingegen viel in der freien unterwegs ist, sollte Schuhe mit einem dicken und tiefen Profil wählen.

Die passende Kleidung

Die für Nordic Walking und für Wanderer ist an und für sich gleich. Hose und Shirt sollten aus einem atmungsaktiven Material bestehen und locker geschnitten sein. So wird verhindert, dass Hose und Shirt auf der Haut kleben bleiben, wenn der Sportler ins Schwitzen kommt. Der sollte die Feuchtigkeit immer zuverlässig abtransportieren. Eine Funktionsjacke leistet bei kühlen Außentemperaturen gute Dienste. Für das Obermaterial sollte Fleece gewählt werden, eine Faser, die zugleich luftdurchlässig und weich ist. Ideal ist immer der sogenannte „Zwiebellook“, der es möglich macht, sich spontan den Wetterverhältnissen anzupassen.

Wer im Winter walkt, sollte Mütze und Handschuhe nicht vergessen. Reine Wolle hält zwar warm, ist aber nicht atmungsaktiv. Hier ist Fleece wieder die richtige Wahl, da der Stoff warmhält und angenehm auf der Haut ist.

Welches Zubehör ist nützlich?

Wer Nordic Walking als Sommertraining für den winterlichen Skilanglauf nutzt, sollte mithilfe einer Pulsuhr seine Trainingsergebnisse festhalten. Mit dieser Uhr ist es leichter, den Verbrauch an Kalorien sowie die Geschwindigkeit immer im Auge zu behalten. Je nach Modell kann eine solche Pulsuhr am Handgelenk oder am Brustkorb getragen werden. Hochwertige Uhren messen nicht nur die Daten des Körpers, sondern zugleich die zurückgelegte Strecke. So etwas ist für alle wichtig, die ein Trainingstagebuch führen.

Unverzichtbar ist es, bei längeren Touren einen Rucksack oder eine Bauchtasche zu tragen, am besten aus einem wasserdichten und festen Stoff. Dort ist für eine kleine Flasche Wasser, ebenso wie für das Smartphone oder einen Energieriegel.

Alle, die nach Feierabend noch walken wollen, sind gut beraten, eine Stirnlampe mitzunehmen. Bei schlechten Sichtverhältnissen sorgt die Lampe für einen sicheren Schritt, insbesondere auf unbefestigten Wegen und im Wald. Nordic Walker, die im Stadtverkehr ihre Strecke gehen, sollten zudem Reflektoren auf der Kleidung haben, um keine Unfälle mit Rad- oder Autofahrern zu riskieren.

Video: Nordic Walking – Die richtige Technik

Nordic Walking - Die richtige Technik

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Fazit zum Hobby Nordic Walking

Nordic Walking ist mehr als nur Wandern mit Stöcken oder Skilanglauf ohne Ski im Sommer, es ist vielmehr eine eigenständige Sportart, die immer mehr Anhänger findet. und Senioren haben gleichermaßen ihren Spaß daran, vor allem ältere Menschen können sich so auf schonende Art und Weise fit halten. Alle, die das Walken mit Stöcken noch nie versucht haben, sollten sich zunächst Stöcke leihen, um festzustellen, ob die Trendsportart überhaupt die richtige Sportart ist. Viele finden das Walken mit Stöcken deutlich weniger anstrengend als normale Spaziergänge, denn die Gelenke werden optimal geschont und selbst Menschen, die unter Arthrose leiden, haben beim Walken weniger Schmerzen.

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Tommy Weber
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