Hobby: Manga Anime

Hobby Manga Anime

Wer kennt sie nicht, die „Biene Maja“ oder „Wickie und die starken Männer“? Millionen weltweit verfolgen immer noch die spannenden Zeichentrickabenteuer. Was für sie einfach nur ein Zeichentrickfilm ist, kennen andere unter dem Namen Anime. Bei diesem Begriff haben viele einen etwas anderen Stil vor Augen, beispielsweise Wesen mit bunten Haaren und überdimensional großen Augen. Ist Anime eigentlich das Gleiche wie ein Manga? Beide stammen ursprünglich aus , aber wo ist der Unterschied?

Was wird als Manga bezeichnet?

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Das Hobby Mangas hat auch in Deutschland viele Freunde gefunden. In Japan sind Mangas nicht einfach nur Comics, sondern zudem aufwendig illustrierte Romane, die man als Heft oder Buch kaufen kann. Der Begriff Manga hat sich rund um den Globus als ein bestimmter Zeichenstil aus Japan etabliert. Die sind leuchtend und die Helden der Comics haben eine ausgeprägte Mimik. Ein typisches Beispiel für Mangas aus Japan sind die Hefte mit den sogenannten schwarz-weißen Kästchen, in denen sich die Zeichnungen aneinanderreihen. Die japanische Tradition will es, dass Mangas grundsätzlich von rechts oben nach links unten gelesen werden.

Dies heißt, das Heft oder Buch wird nicht auf der ersten, sondern auf der letzten Seite geöffnet, und anschließend wird verkehrt herum geblättert. In Europa gibt es heute sogar Mangas, die eine klassische Leserichtung haben.

Beliebt bei allen Altersgruppen

Mangas zu lesen und als Hobby zu zeichnen, ist nicht nur bei Kindern, sondern auch bei vielen Erwachsenen sehr beliebt. Dies liegt vor allem daran, dass es so viele unterschiedliche Themenbereiche gibt. Mangas umfassen viele Genres, wie etwa Horror und Sport, Erotik und Fantasy, Drama und Romantik, Action und Fiction. So gibt es Mangas für junge Männer, die sich Shônen nennen und Shôjo sind Mangas für Mädchen und junge Frauen. Seinen heißen die Mangas für erwachsene Männer und Josei die für erwachsene Frauen. Kodomo ist immer ein Manga speziell für Kinder.

Natürlich interessieren sich junge Frauen genauso für Mangas wie „Dragon Ball“, die eigentlich für junge Männer gedacht sind. Auf der anderen Seite gibt es viele junge Männer, die die von „Sailor Moon“ verfolgen, ein Manga, der für junge Mädchen gedacht ist.

Was ist Anime?

Der Name Anime verrät bereits, um was sich handelt, es geht um Animation, also um bewegte Bilder. Die Japaner verstehen unter Anime jegliche Art von animierten, bewegten Bildern, ganz gleich, ob es ein oder eine Serie ist. In Europa werden Mangas und Animes sehr gerne in den gleichen Topf geworfen, obwohl sie nichts miteinander zu tun haben. Häufig findet sich der typische japanische Zeichenstil sowohl in den Mangas als auch in den animierten Filmen wieder. Einige dieser Filme haben Mangas als Vorlage, dabei handelt es sich dann um die Verfilmung eines Buches oder eines -Heftes.

Auf der anderen Seite wird die Handlung nur für diesen animierten Film geschrieben und erscheint weder als Comic noch als Buch. Was sich jedoch in den Anime Filmen wiederfindet, sind die unterschiedlichen Kategorien und Genres, die schon als gezeichnete Variante bekannt sind.

Gibt es einen Unterschied zwischen Anime und Zeichentrick?

Am Beispiel der „Biene Maja“ lässt sich sehr gut erkennen, wo der Unterschied zwischen einem Anime und einem Zeichentrickfilm liegt. Während die ältere Version des Kinderbuchs als klassischer verfilmt wurde, entstand die neue Version in Japan. Dort wurde sie animiert und anschließend auch produziert. Im direkten Vergleich der Figuren lässt sich der Unterschied schnell erkennen, da die animierten Figuren an Mangas erinnern.

Zu den bekanntesten animierten Filmen und Serien, die aus Japan nach Europa kamen, gehörten neben der „Biene Maja“ und „Dragon Ball“ noch „Sailor Moon“, „One Piece“ und nicht zu vergessen, natürlich „Pokémon“.

Die typischen Klischees

Animes und Mangas waren in Deutschland lange nicht sonderlich beliebt, mittlerweile hat sich das aber geändert. Wer sich noch vor ein paar Jahren als Fan outete, traf vielfach auf Vorurteile, so beispielsweise, dass das Anschauen und Zeichnen von Mangas als Hobby nur etwas für Kinder ist. Animierte Filme aus Japan galten als sexistisch, was allerdings sehr stark vom Genre abhängt. Da ein Manga durchaus eine tiefgründige Geschichte erzählen kann, sind die Bücher und Comics nicht nur für Kinder, sondern auch für erwachsene Menschen gedacht. Sogenannte Ecchis oder Harem Animes zeigen allerdings ein verzerrtes Frauenbild, was wenig mit der Realität zu tun hat.

Einige Klischees bei Mangas und animierten Filme aus Japan stimmen und werden so gerne von Hobbyzeichnern übernommen. So hat beispielsweise der Hauptcharakter eine extravagante Frisur oder zumindest doch knallbunte Haare. Frauen tragen vielfach sehr kurze Röcke oder eine Schuluniform, wie sie in Japan üblich ist. Typisch ist zudem, dass die Protagonisten aus den animierten Firmen entweder eine schwere Kindheit hatten oder einen Schicksalsschlag erlitten haben. Was viele irritiert, ist die Tatsache, dass die Figuren sowohl in den Filmen als auch in den Comics und Büchern ständig schreien. So etwas stellt einen krassen Gegensatz zum sehr ruhigen und respektvollen Miteinander der Japaner dar.

Welche Rolle spielt Cosplay?

Mangas und animierte Filme aus Japan waren lange Zeit eine Art Nischenprodukt, heute liegt das Hobby Mangas zeichnen und Anime Filme anschauen im Trend. Viele zeichnen die Helden aus den Filmen nach oder entwerfen völlig neue Manga Charaktere. Ein weiterer Trend, der sich ebenfalls in Europa etablieren konnte, ist Cosplay. Dabei handelt es sich um ein Kunstwort, was sich aus „Costume“, also Kostüm und „Play“ zusammensetzt. Cosplay ist für alle interessant, die sich so kleiden wollen wie eine Figur aus einem Buch, Comic, einem Film oder einem Video.

Die Fans von Cosplay imitieren außerdem das Verhalten, die Gesten und die Mimik der gezeichneten Vorbilder. Je realistischer so etwas gelingt, umso besser.

Video: [Tutorial] Manga-Gesicht zeichnen für Anfänger │ weiblich / frontal

[Tutorial] Manga-Gesicht zeichnen für Anfänger │ weiblich / frontal (EN subs!)

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Fazit zum Hobby Manga und Anime

Ein Manga nachzeichnen oder selbst entwerfen, ist nicht allzu schwer, denn es gibt jede Menge Vorbilder. Manga und Animes sind tief in der Kultur Japans verwurzelt, finden jedoch mittlerweile überall auf der Welt ständig mehr Freunde und Anhänger. Auf den großen Buchmessen beispielsweise in Frankfurt oder Leipzig, haben inzwischen eigene Bereiche nur für Mangas. Die Fans, die die Messen besuchen, haben dabei Cosplay zu ihrem Hobby erklärt. Sie tragen die originellen und außergewöhnlichen Outfits und veranstalten sogar Wettbewerbe, wer das beste Kostüm trägt, vor allem jedoch, wessen Kostüm besonders realistisch ist.

Bild: @ depositphotos.com / Isaacsanchez

Tommy Weber
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