Hobby: Kurzfilme drehen

Kurzfilme drehen – ein Hobby nicht nur für Kinofans

In der Regel ist es die eigene , die vor der Kamera steht, wenn es um Festivitäten oder um heitere Szenen aus dem geht. Wer gerne filmt, sollte das Hobby ausbauen und Kurzfilme drehen. Filme drehen – so etwas klingt nach Peter Jackson oder Alfred Hitchcock, nach Ridley Scott oder Quentin Tarantino und nach tollen spannenden Filmen. Hobbyfilmer haben leider nicht das Geld für große Produktionen, aber selbst mit einem kleinen lassen sich unterhaltsame Kurzfilme drehen.

Wie bei einer großen Produktion, so ist auch beim Kurzfilm die Planung der wichtigste Teil. Von der Geschichte über den Produktionsplan bis hin zur richtigen Technik sollte einfach alles stimmen.

Die passende Story ausarbeiten

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Kein Regisseur beginnt mit dem Dreh, ohne die Geschichte gelesen und ausgearbeitet zu haben. Mit der richtigen Geschichte steht oder fällt der , sie bestimmt über Erfolg und Misserfolg. Alle, die meinen, sich die Ausarbeitung der Story sparen zu können, riskieren, dass sich die Zuschauer langweilen. Genau so etwas sollte nie passieren. Jeder, der Kurzfilme drehen will, muss sich fragen, ob er diese Filme später selbst gerne sehen würde, wenn sie ein anderer Kinofan gedreht hätte. Sollte dies nicht der Fall sein, dann wird es , die Story noch einmal zu überarbeiten.

Der erste und vielleicht wichtigste Schritt ist es, eine unterhaltsame und spannende Idee für den Film zu entwickeln. Die Arbeit am „Drehbuch“ sollte so lange dauern, bis die Dramaturgie stimmt. Wenn Freunde die Story gelesen haben und davon überzeugt sind, wurde der erste Schritt gemacht.

Kurzfilme drehen – nur mit guter Planung

Wenn die Story stimmig ist, wird es Zeit, sich um den Ablauf des Drehs zu kümmern. Welcher Ort kommt infrage, wie sehen die zeitlichen Vorgaben und die Listen für die Requisiten aus? Wer arbeitet am Film mit und wer hat welche Aufgaben? Wichtig sind dazu noch Transport und Transportmittel. Muss vielleicht ein Wagen gemietet werden? Wer hilft beim Auf- und Abbau und wer kümmert sich um das leibliche Wohl der Crew? Alle diese Fragen müssen beantwortet werden, wenn man Kurzfilme drehen will.

Das Budget richtig planen

Als Amateur Kurzfilme drehen, bedeutet in der Regel, eine sogenannte Low-Budget-Produktion auf die Beine zu stellen. Selbst wenn der Dreh nichts kostet, ist es immer besser, einen gewissen Geldbetrag einzuplanen. Die Verpflegung, die Kosten für den Strom und das Equipment sowie die Fahrtkosten müssen im Voraus ausgerechnet werden, damit es am Ende keine teure Überraschung gibt. Bei einer professionellen Produktion wird ein Film, der weniger als 10.000 Euro kostet, noch als No-Budget-Produktion bezeichnet.

Deshalb ist es immer die bessere Wahl, vorher genau zu kalkulieren und nicht den Ehrgeiz zu haben, ganz ohne Geld zu drehen. Sonst lauert die Gefahr, das Ganze zu unterschätzen und aufgeben zu müssen, bevor der Film fertig ist. Ideal ist es natürlich, einen großzügigen Sponsor zu finden, oder den Film mit der Hilfe von Crowdfunding zu drehen.

Wie gut ist die Technik?

Alle, die Kurzfilme drehen wollen, sollten technikaffin sein, denn dies ist ebenso wichtig wie die Dramaturgie und eine spannende Story. Sich im Vorfeld mit der notwendigen Technik vertraut zu machen, spart hinterher eine Menge Zeit. Wer die Technik richtig bedienen kann, macht weniger Fehler und mutet den Zuschauern später keine schlechte Beleuchtung oder verwackelte Bilder zu. Besonders bei der Kamera sind viele Neulinge noch überfordert. Hier ist es von Vorteil, einen Profi zu kennen, der sich mit Blende und Belichtungszeit, Gain, Shutter und Weißabgleich auskennt. Kurzfilme drehen, ohne dieses elementare Wissen, ist kaum möglich.

Das Gleiche gilt auch für alles, was mit dem Ton zu tun hat. Hier müssen der Tonmischer und die sogenannte Mikrofonierung stimmen. Wer diese Technik beherrscht, arbeitet gezielter, sicherer und selbstbewusster.

Die Grundregeln der Bildgestaltung unbedingt beachten

Um einen Kurzfilm zu drehen, ist es sehr wichtig, sich in den Grundregeln der Bildgestaltung gut auszukennen. Die Kamera viel zu schwenken, zu zoomen oder das Experiment mit der Hand zu filmen, sind keine guten Ideen. Ausnahmen sollte es immer nur geben, wenn sie auch bewusst geplant sind und die Umsetzung feststeht. Bei Amateurfilmen wird gerne mal der Ton vernachlässigt. Hier wird immer wieder der Fehler gemacht, sich nicht um die Geräusche im Hintergrund zu kümmern. Allerdings macht das den Film nicht selten unfreiwillig lustig.

Besser ist es, sich vorher über die infrage kommenden Mittel für die Gestaltung zu informieren und sie dann ganz bewusst einzusetzen. Dazu ist es allerdings wichtig, sich über Begriffe wie Goldener Schnitt, 3-Punkt oder Kadrierung zu informieren. Nur wenn die Gestaltung stimmt, wirkt der Film auch professionell und kommt bei den Zuschauern besser an.

Den richtigen Soundtrack wählen

Was wäre ein Film ohne seine Musik? Wahrscheinlich sehr langweilig. Wer einen Kurzfilm drehen will, darf nicht auf die passende Musik verzichten. Der Regisseur sollte sich bei der Auswahl des Soundtracks Zeit lassen und probeweise jede Szene mit der Musik unterlegen, die vielleicht infrage kommt. Ganz besonders wichtig ist es, sich um GEMA-freie Musik zu kümmern, denn wenn die GEMA übergangen wird, kann es teuer werden. Notfalls ist es erforderlich, die Rechte an bestimmten Musiktiteln zu kaufen oder die Musik selber aufzunehmen.

Den Film mit motivierten Leuten drehen

Kaum etwas kann schlimmer sein, als mit einem Team zu arbeiten, was weder bei der Sache, noch motiviert ist. Wer nur auf die nächste Pause wartet, sollte seinen besser jemanden überlassen, der den Film mit ebenso viel Herzblut dreht, wie der Regisseur selbst. Besser ist es, mit einem kleinen, aber motivierten Team zu arbeiten, als mit einer großen Crew, die wenig Lust hat.

Video: Wie dreht man einen Film? | 10 Tipps für deinen eigenen Kurzfilm

Wie dreht man einen Film? | 10 für deinen eigenen Kurzfilm

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Fazit zum Hobby Kurzfilme drehen

Kurzfilme drehen ist ein interessantes und spannendes Hobby, aber es gibt dabei viele Dinge, die beachtet werden müssen. So sollte immer eine Einverständniserklärung der Schauspieler und der anderen Mitwirkenden vorliegen, und zwar in schriftlicher Form. Dies gilt auch für die Rechte am Film und den Materialien, die dazu verwendet wurden, besonders aber für die Filmmusik. Wer alle Rechte hat, kann später nicht mehr rechtlich belangt werden. Nichts ist für einen ambitionierten Hobbyfilmer so schlimm wie ein fertiger Film, der aus rechtlichen Gründen aber nicht gezeigt werden darf. Daher ist es immer eine gute Idee, sich hierzu im Vorfeld von einem Anwalt beraten zu lassen.

Bild: @ depositphotos.com / kues

Tommy Weber
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