Hobby: Fechten

Hobby Fechten – sportliche Eleganz mit Treffsicherheit

Fechten ist eine der elegantesten Sportarten, die es gibt. Wer sich jedoch für das Hobby Fechten entscheidet, sollte sportlich fit sein. Fechten ist weitaus mehr als nur treffen und getroffen werden. Die vielen Regeln und die Geschwindigkeit machen es vor allem Anfängern schwierig, alles zu verstehen, was mit dem Hobby Fechten zusammenhängt. So leicht wie in den berühmten Mantel- und Degenfilmen oder im „Fluch der Karibik“ ist das Fechten nicht, hier geht es um Taktik, Schnelligkeit und eine gute Verteidigung.

Das Hobby Fechten – eine vielseitige Sportart

* Werbung / Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Käufen / Details im §7 der Datenschutzerklärung

Fechten ist eine Sportart, die viele unterschiedliche Facetten hat. Wer einfach nur versuchen will, den Gegner zu treffen, wird wenig Freude an seinem Hobby haben. Das Hobby Fechten verlangt sehr gute Reflexe, sehr viel Konzentration und zudem ein gewisses Maß an Empathie. Diese Eigenschaften entscheiden letztendlich darüber, wer ein Gefecht gewinnt. Wer fechten will, sollte auf jeden Fall körperlich gut in Form sein, ein gutes Reaktionsvermögen haben und über eine ebenso gute Koordination verfügen. Ein Gefecht dauert maximal neun Minuten, also bleibt relativ wenig Zeit, zu überlegen. In diesen neun Minuten sind die Fechter ständig in Bewegung, daher werden vor allem die Oberschenkel trainiert. In diesem Bereich werden sehr schnell Muskeln aufgebaut und Körperfett abgebaut.

Geschult werden beim Hobby Fechten zudem schnelle Bewegungen und die Koordination aus Auge, Beinen und Hand. Jeder, der das Fechten lernen will, muss ebenso lernen, seinen Gegner „zu lesen“, um ihn einschätzen zu können. Wer punkten will, muss immer einen Schritt weiterdenken als sein Gegenüber. Nur derjenige, der mitdenkt und aufmerksam ist, kann das Gefecht letzten Endes für sich entscheiden.

Die Waffen der Fechter

Alle, die das Fechten zu ihrem Hobby machen wollen, haben drei unterschiedliche Waffen zur Auswahl: den Degen, das Florett und den Säbel. Jede dieser Waffen hat ihren eigenen und sie unterscheiden sowohl in der Ausführung, als auch, was die Regeln angeht.

Die einzelnen Waffen variieren außerdem, was Dynamik und Taktik angeht:

Der Degen

Der Degen wurde Ende des 17. Jahrhunderts entwickelt, bis heute ist er eine reine Stichwaffe. Die Degen, die in sportlichen Duellen benutzt werden, wiegen 770 Gramm und sind 110 Zentimeter lang. Damit ist der Degen die Schwerste unter den drei Waffen. Wie sehr viele Begriffe im Fechtsport, so stammt auch das Wort Degen aus der französischen Sprache und leitet sich vom Wort „dague“ ab, was so viel wie Stichdolch bedeutet.

Im Unterschied zum Säbel und zum Florett gibt es beim Degenfechten keine Trefferregeln. Der ganze Körper ist praktisch die Angriffsfläche. Ein sogenanntes Treffervorrecht, eine Regel, die darüber bestimmt, welcher der Fechter einen Treffer erzielt hat, gilt nicht für den Degen. Wer zuerst trifft, macht den Punkt, immer unabhängig von der vorangegangenen Aktion. Wer sich beim Hobby Fechten für den Degen entscheidet, muss taktisch und abwartend agieren, um die Fehler des Gegners ausnutzen zu können.

Der Säbel

Der Säbel ist Hieb- und Stichwaffe zugleich. Bei den Treffern zählt also nicht nur der Stich, sondern auch der Hieb mit der Waffe. Mit seinen 105 Zentimetern und einem Gewicht von knapp 500 Gramm ist der Säbel die leichteste und zugleich kürzeste Fechtwaffe. Beim Säbelfechten zählen alle Treffer oberhalb der Gürtellinie, also auch am Kopf. Jede Berührung und jeder Stich werden als Treffer gezählt. Der Säbel ist eine biegsame Waffe und bei einem falschen Abstand sowie bei einer eher schlechten Verteidigung des Gegners, biegt sich die Klinge nicht selten über die gegnerische Parade und es gibt einen Treffer.

Das Fechten mit dem Säbel verlangt eine hohe Geschwindigkeit, da beide Fechter den Angriff für sich nutzen wollen. So etwas macht das Säbelfechten so dynamisch und für die Zuschauer extrem spannend.

Das Florett

Wie der Degen, so ist auch das Florett eine reine Stichwaffe. Das Wort Florett leitet sich von „Fleur“ ab, dem französischen Wort für Blume. Die Waffe heißt so, da sie in früheren Zeiten als Übungswaffe genutzt wurde. Um die Waffe zu entschärfen, wurde ein Schutz auf die Spitze gesetzt, der das Aussehen einer Blume hatte. Mit 500 Gramm Gewicht und einer Länge von 110 Zentimeter ähnelt das Florett dem Degen. Mit der Waffe darf nur der Rumpf getroffen werden, Treffer am Kopf, an den Armen oder Beinen sind ungültig.

Beim Florett gibt es ein Treffervorrecht und die Regel gibt an, welcher der beiden Fechter den Angriff bekommt und damit auch den Punkt.

Die Regel beim Fechten

Wer das Hobby Fechten für sich entdeckt hat, muss natürlich die Regeln kennen. Ziel ist es, immer eine bestimmte Anzahl von Treffern zu setzen. In den Vorrunden wird bis zu fünf Treffern gefochten, in der K.-o.-Runde sind es 15 Treffer. Einen Punkt bekommt immer der Fechter, der einen Treffer landet, ohne dabei selbst getroffen zu werden. Nicht selten treffen beide Fechter, dazu gibt es dann unterschiedliche Regeln, immer passend zur jeweiligen Waffe. Alle, die das Fechten lernen wollen, müssen sich mit den Regeln des Treffervorrechts, der sogenannten Parade Riposte und mit dem Klingenschlag vertraut machen.

Das Hobby Fechten verlangt viel Übung, auch was die Fachausdrücke angeht. Da geht es etwa um einen „Quint“, um einen „Quart“, einen „Terz“, einen „Prim“ und einen „Septim“.

Die Ausrüstung

Fechten ist ein teurer , allein die Grundausstattung liegt bei rund 400 Euro. Die Waffe, die Unterziehjacke, Hose und Jacke, Handschuh und Socken, die Maske sowie der zusätzliche Brustschutz für Frauen müssen sein. Dazu kommen nach Wahl noch eine elektrische Maske und eine ebensolche Jacke mit den passenden Handschuhen. Nicht zu vergessen das Fechtkabel und die Schuhe, was in der Regel noch einmal knapp 600 Euro sind.

Video: Fechten lernen Teil 1: Beinarbeit erklärt & gezeigt. 30 min Fencing-Footwork – Part 1

Fechten lernen Teil 1: Beinarbeit erklärt & gezeigt. 30 min Fencing-Footwork - Part 1

Das Video wird von YouTube eingebettet und erst beim Klick auf den Play-Button geladen. Es gelten dann die Datenschutzbestimmungen von Google.

Fazit zum Hobby Fechten

Das Hobby Fechten ist sportlich und immer elegant. Wer sein Reaktionsvermögen verbessern und sportlich fit bleiben möchte, sollte das Fechten erlernen. Da die Kosten für die Ausrüstung hoch sind, ist es für Anfänger sinnvoll, sich die Ausrüstung für die ersten Versuche beim jeweiligen Verein zu leihen. Wer Spaß an diesem schönen Sport findet, sollte zunächst eine eigene Maske, einen Handschuh und eine Jacke kaufen. Der Verein gibt neuen Mitgliedern zudem die Möglichkeit, die drei Waffen auszuprobieren, um herauszufinden, welche Waffe am besten passt. Wer das Fechten zu seinem Hobby machen will, kann seine Ausrüstung anschließend nach und nach ergänzen.

Bild: @ depositphotos.com / arturdidyk@gmail.com

Letzte Artikel von Anthony (Alle anzeigen)