Hobby: Eishockey

Eishockey ist der schnellste und vielleicht härteste Mannschaftssport, den es gibt. Eishockey ist dazu noch kräftezehrend, und zwar nicht nur für Profis, sondern auch für Freizeitspieler. Zugleich ist das Hobby Eishockey auch pure Leidenschaft, denn es macht großen Spaß, über das Eis zu jagen, um den Puck ins Tor des Gegners zu befördern. Stoppen, sprinten, wieder stoppen, das Knirschen der Schlittschuhe auf dem Eis, ein präziser Schuss und schon ist der Puck im Tor. Auch beim Hobby Eishockey kommt es immer darauf an, den Gegner auszutricksen und einen rasanten Angriff auf das Tor zu starten.

Ein rasanter Sport

Bis zu 100 Km/h erreicht die kleine Scheibe aus Hartgummi, wenn sie im Tor landet. Wer beim Eishockey nicht schnell genug reagiert, hat das Nachsehen. Das Hobby Eishockey erfordert die ganze Konzentration und wenn ein Spieler auf das Tor zusteuert, jagen die Mannschaftskameraden hinterher. Dabei wechselt der Puck immer wieder den Spieler und es wird alles getan, damit der Gegner nicht in den Besitz des Pucks kommt. Um dies zu verhindern, ist fast jedes Mittel recht. Da wird der Gegner schon mal an die Bande gedrückt, es wird geschubst und nicht selten noch geboxt.

Wird der Kampf um den Puck zu hitzig, dann muss der Schiedsrichter eingreifen. So manche Hobbyspieler sind schon mit vielen blauen Flecken vom Eis gegangen. Trotz möglicher Blessuren hat sich das Hobby Eishockey in Deutschland schon lange etabliert. Mehr als 1000 Vereine und Mannschaften gibt es inzwischen bundesweit und die Hobbyspieler stehen regelmäßig auf dem Eis.

Anstrengende 60 Minuten

Anders als ein Fußballspiel wird ein Eishockeyspiel nicht in Spielhälften, sondern in Drittel aufgeteilt. Es gibt drei Drittel von jeweils 20 Minuten. Länger darf das auch nicht sein, denn der häufige, oftmals harte Körperkontakt, das schnelle Laufen auf Schlittschuhen und die maximale Leistung, die jeder Spieler bringen muss, sind extrem anstrengend. Das Hobby Eishockey ist ein Kampf, der hohe Anforderungen stellt. Neben Geschicklichkeit und Fitness sind hier noch mentale Stärke, Konzentration, Ausdauer und sehr gute Reflexe gefordert. Diese Eigenschaften sollten die Eishockeyspieler unbedingt haben.

Gewechselt wird fliegend, was heißt, ein Spieler geht ohne Pause vom Eis, während ein anderer Spieler von der Bank aufs Eis kommt. Fünf Feldspieler und ein Torwart sind pro Mannschaft auf dem Eis. Dazu kommen zwei Hauptschiedsrichter oder Referees und zwei Linienrichter oder Linepersons.

Wie aus Bandy Eishockey wurde

Der Ursprung des heutigen Eishockeyspiels ist in Friesland und in den Niederlanden zu finden. Von dort gibt es Zeichnungen, die aus dem 16. Jahrhundert stammen. Damals nannte sich das Spiel Bandy und die Kufen der Schlittschuhe bestanden aus geschliffenen Knochen. In Kanada gab es zur gleichen eine Reihe von Ballspielen, unter anderem „Camburca“, ein Spiel, zu dem ein unten gekrümmter Stock gehörte. Als die Franzosen nach Kanada kamen, brachten sie Lacrosse mit und aus der Mischung der beiden Sportarten wurde schließlich Eishockey.

Im 18. Jahrhundert entwickelten sich nach und nach Spielregeln und 1917 wurde in Montreal mit der National Hockey League die erste Profiliga gegründet. Heute ist Eishockey der Nationalsport in Kanada und wird als nationales Symbol beansprucht. Die NHL ist heute die bedeutendste Liga der Welt, in der die besten Eishockeyspieler aus aller Welt spielen.

Das Hobby Eishockey und der Teamgeist

Für jeden Mannschaftssport wird ein gewisser Teamgeist vorausgesetzt. Beim Hobby Eishockey wie auch beim Eishockey der Profis ist dieser Teamgeist äußerst wichtig. Jeder Spieler steht hoch konzentriert auf dem Eis und muss sich blind auf seine Mitspieler verlassen können. Auf jede Aktion erfolgt im Bruchteil von Sekunden eine Reaktion, damit der Gegner nicht in den Besitz des Pucks kommt. Beim Hobby Eishockey ist also nicht nur körperliche Fitness, sondern auch Teamgeist von großer Bedeutung. Einzelkämpfer werden es beim Eishockey nicht weit bringen, hier ist die ganze Mannschaft gefragt.

Nicht umsonst sagen viele prominente Eishockeyspieler, dass sie auf dem Eis Freunde fürs Leben gefunden haben. Jeder Spieler muss sich jederzeit auf seine Mannschaftskameraden verlassen und ihnen blind vertrauen können.

Immer in Topform

Wer sportlich aktiv ist, sollte körperlich in guter Form sein. Beim Eishockey ist es Pflicht, in Topform zu sein. Rückwärts fahren, abrupt stoppen, sich drehen und sofort wieder Anlauf nehmen – so etwas erfordert jede Menge Kraft und Ausdauer, die immer wieder trainiert werden müssen. Eishockeyspieler brauchen einen sehr guten Gleichgewichtssinn, damit sie nicht gleich beim ersten „Bodycheck“, also bei einem Zusammenstoß mit dem Gegner, auf dem eisigen Boden landen. Natürlich müssen die Hobbyspieler immer sicher auf den schmalen Kufen stehen, denn Eishockey ist schließlich ein rasantes Spiel.

Um als Sieger vom Eis zu gehen, reichen Körperkraft und Schnelligkeit allein nicht aus. Die Spieler müssen zudem konzentriert und wach sein, damit sie weder den Puck noch den Gegner aus den Augen verlieren. Jeder Spieler braucht viel Selbstbewusstsein, außerdem muss er seine Schwächen und Stärken kennen, um motiviert zu bleiben. Im Profisport wird deshalb auf mentales Training und Einzelgespräche gesetzt, um die Spieler besser auf die Spiele vorzubereiten.

Die Ausrüstung

Grundsätzlich besteht die Schutzausrüstung eines Eishockeyspielers aus einem Helm, den Schulterpolstern, dem Schutz für Beine, Brust und Ellenbogen, den Handschuhen, einer Hose, einem Trikot und einem sogenannten Tiefschutz. Gegen die Kälte hilft Thermounterwäsche. Der Torwart trägt eine Maske sowie einen Stock- und einen Fanghandschuh. Alle Spieler tragen Helme, die entweder ein Halbvisier oder ein Gitter haben. Spieler unter 18 Jahren müssen eine Halskrause und einen Helm mit Gitter tragen. Obligatorisch ist noch ein Zahnschutz, ähnlich wie ihn Boxer tragen. Trotz dieser Vorsichtsmaßnahme ist das Gebiss nur bei wenigen Eishockeyspielern noch komplett.

Video: Wir sind Eishockey – Rules Guide

Wir sind Eishockey - Rules Guide

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Fazit zum Hobby Eishockey

Wer sich für das Hobby Eishockey entscheidet, entscheidet sich für einen sehr harten mit viel Körperkontakt, welcher aber nicht brutal ist. Heftige Auseinandersetzungen und Bodychecks werden weder bei den Profis noch bei den Hobbyspielern gerne gesehen. Wird es trotzdem zu hitzig, dann muss der Spieler, der gefoult hat, für einige Minuten auf der Bank nehmen und seine Mannschaft spielt in der Unterzahl. Damit die Spieler sich weder mit dem noch durch Körperkontakt oder an den messerscharf geschliffenen Schlittschuhen verletzen können, ist die richtige Schutzkleidung ein Muss. Keine andere Sportart hat eine so umfangreiche Ausrüstung, denn bei kaum einem Sport ist die Verletzungsgefahr so groß wie beim Eishockey. Dennoch ist Eishockey auch in Deutschland ein populärer Sport.

Bild: @ depositphotos.com / lsantilli

Hobby: Eishockey

Tommy Weber
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