Hobby: Ballett für Erwachsene

Ballett für Erwachsene – ein Hobby mit Anmut

Als Ballerina, die im zarten Tutu, einem Rock aus mehreren Schichten Tüll über die Bühne schwebt – diesen Traum haben viele Mädchen. Bis dieser Traum allerdings in Erfüllung geht, ist harte Arbeit gefragt. Wer eine als Balletttänzer anstrebt, muss dieser Karriere alles unterordnen. Anders sieht es beim Hobby Ballett für Erwachsene aus. Hier ist das Tanzen eine Beschäftigung für die Freizeit, die in erster Linie Spaß machen soll. Wer als Erwachsener mit dem Tanzen beginnt, kann sich damit aber fit und gelenkig halten.

Ballett für Erwachsene – gibt es eine Altersgrenze?

* Werbung / Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Käufen / Details im §7 der Datenschutzerklärung

Viele Profitänzer, die ihre aktive Laufbahn in einem Ballettkorps beendet haben, unterrichten heute Ballett für Erwachsene. Die Ansprüche sind natürlich anders, als es bei jungen Profitänzern der Fall ist. Ein wichtiger Aspekt beim Ballett für Erwachsene ist jedoch: Man lernt, den eigenen Körper zu respektieren und eine bessere Koordination zu bekommen. Kraft, Dehnung, aber vor allem Balance spielen allgemein und auch beim Ballett für Erwachsene eine sehr große Rolle. Die Möglichkeiten, dem Körper etwas Gutes zu tun, sind beim Balletttanzen unbegrenzt. Die Koordination, das Gleichgewicht, die Dehnung und die Kraft können zugleich deutlich verbessert werden.

Im Prinzip kann jeder, der ist, mit dem starten. Allerdings brauchen Hobbytänzerinnen oder Hobbytänzer einen guten gesundheitlichen Zustand. Vor allem Herz und Kreislauf müssen einwandfrei funktionieren, was aber durch den klassischen Tanz verbessert werden kann. Die Gelenke sollten ebenfalls noch intakt sein, eine leichte Arthrose ist jedoch kein Hindernis, sondern kann sogar einen positiven Effekt haben.

Wie oft sollte trainiert werden?

Ballett für Erwachsene hat nichts mit dem schweißtreibenden täglichen Training der Berufstänzer zu tun. Zwei- bis maximal dreimal pro Woche ist ideal, um seine Haltung zu festigen und zu stärken. Wer dreimal die Woche tanzt, baut damit Muskeln auf. Natürlich kann nicht nur in der Ballettschule, sondern auch Zuhause geübt werden. Optimal ist das Training vor einem großen Spiegel, um die besser trainieren zu können. Beim Ballett für Erwachsene kommt es, wie bei jeder körperlichen Betätigung, auf die Tagesform an. Falls der Körper keine Probleme macht und man sich fit fühlt, dann ist es kein Problem, auch öfter in die Tanzschule zu gehen.

Welche Übungen sollten Ballettschüler beherrschen?

Die Hobbytänzer werden zwar nicht auf eine Rolle in „Schwanensee“ oder im „Nussknacker“ vorbereitet, trotzdem sollte jeder, der tanzt, gängige Begriffe und die fünf Ballett-Positionen kennen:

Position – Plié

Bei dieser Position werden die Knie gebeugt, während die Füße an den Fersen nebeneinander gestellt werden.

Position – Port-de-Bras

Die Füße stehen wieder mit den Fersen zueinander, aber weiter voneinander entfernt. Wichtig ist die Armführung. Beide Arme werden an den Ellenbogen eingeknickt und die geöffneten Hände seitlich zum Körper geführt.

Position – Tendu (eine Grundbewegung)

Die Fersen stehen parallel hintereinander und mit dem rechten Fuß wird eine Schleifbewegung über den Boden gemacht.

Position – Effacé oder Ecarté – die Körperhaltung in Richtung Publikum

Linker und rechter Fuß werden mittig parallel zueinander gestellt, wobei in Fuß in Richtung Publikum zeigt.

Position – Pas-de-bourrée – der Grundschritt in die Mitte

Beide Füße stehen wieder parallel und dicht nebeneinander

Auf diesen fünf Grundpositionen basiert in der Regel eine komplette Choreografie. Für Hobbytänzer sind sie ebenfalls von Bedeutung, um die Körperhaltung zu verbessern.

Wie gesund ist Ballett für den Körper?

Wie gesund oder weniger gesund Ballett für Erwachsene ist, hängt nicht nur vor der eigenen Kondition ab. Eine wichtige Rolle spielen hier auch der Ballettlehrer oder die Ballettlehrerin. Dazu kommt noch, dass der Schüler die Korrekturen akzeptiert, die der Lehrer vornimmt. Ballett kann eine Bereicherung für den Körper, aber auch schädlich sein. Wenn der Schüler die Korrekturen nicht annimmt oder der Lehrer nichts von seinem Fach versteht, kann so etwas böse enden. Dazu kommt, dass jeder einen anderen Körperbau hat und dass die Korrekturen, die der Lehrer vornimmt, immer individuell sind.

So hat vielleicht die eine Schülerin eine vollkommen andere Auswärtsposition der Füße als eine andere Schülerin. Bei Profis, die bis zu acht Stunden am Tag trainieren, und das über mehr als zwei Jahrzehnte, wird das Ballett auf jeden Fall Schäden hinterlassen.

Ist das Internet als Trainer hilfreich?

Im Internet werden auf verschiedenen Plattformen, wie beispielsweise YouTube, Ballettübungen für erwachsene Anfänger angeboten. Erfahrene Tanzlehrer und Tanzpädagogen halten davon gar nichts. Ist kein Basiswissen vorhanden, dann ist es sehr schwer, die dort gezeigten Übungen und Schritte richtig nachzumachen. Wer jedoch bereits Erfahrungen und damit auch ein Gefühl für den Tanz hat, kann die Übungen ohne den Lehrer nachvollziehen. Dies ist bei allen sinnvoll, die schon eine Weile tanzen und wissen, was sie eventuell noch korrigieren müssen.

Wie sollte der Körper auf das Training vorbereitet werden?

Bevor Profitänzer zum Training oder später auf die Bühne gehen, machen sie sich warm. Genauer gesagt: Sie machen verschiedene Dehnübungen, um die Muskeln vorzubereiten. Genau dies ist auch für alle Hobbytänzer zu empfehlen. Im Zentrum dieser Aufwärmübungen sollte die Muskulatur des Rumpfes stehen, wichtig sind außerdem Übungen für die Bauchmuskulatur. Für das Tanzen ist die Balance von größter Bedeutung, ebenso wie die Arbeit auf einem Bein und die Achse bei den Pirouetten.

Das sogenannte Thera-Band ist eine große Hilfe, um die Fußspitzen zu trainieren. Wichtig ist es dabei, die Knie gestreckt zu halten, damit Knie und Füße eine bessere Koordinationsarbeit leisten können. Gedehnt werden sollte zudem die Muskulatur der vorderen und hinteren Oberschenkel sowie die Hüfte.

Können auch Hobbytänzer auf Spitze tanzen?

Für den Fuß ist es eine enorme Anstrengung, auf der Spitze zu tanzen. Ist die Fußmuskulatur nicht für so etwas trainiert, dann kann es zu schweren Schädigungen kommen. Beispielsweise werden die Bänder überdehnt und durch die Instabilität kann der Fuß sogar umknicken.

Video: Bin ich ZU ALT FÜRS BALLETT? 🩰

Bin ich ZU ALT FÜRS BALLETT? 🩰

Das Video wird von YouTube eingebettet und erst beim Klick auf den Play-Button geladen. Es gelten dann die Datenschutzbestimmungen von Google.

Fazit zum Hobby Ballett für Erwachsene

Selbst wenn ein Tanz „en pointe“, also auf der Spitze beim Ballett für Erwachsene nicht mehr möglich ist, Spaß macht das Balletttanzen dennoch. Die Bewegungen zur Musik sorgen dafür, dass der Körper geschmeidiger und beweglicher wird. Ballett ist immer eine Form der Körpersprache und wer tanzt, öffnet seine Seele. Beim Tanzen werden Stress und Ängste abgebaut, die Tänzer und Tänzerinnen, finden ihre Ruhe und letztendlich zu sich selbst. Ballett bedeutet jedoch auch Arbeit für den Körper, denn das Tanzen gibt ihm Kraft, Konzentration und mehr Gefühl für Balance. Wer in Schwung bleiben will, sollte einen Versuch starten und seine Freizeit dem Ballett widmen.

Bild: @ depositphotos.com / ShotStudio

Tommy Weber
Letzte Artikel von Tommy Weber (Alle anzeigen)