Hobby: Angeln

Hobby: Angeln

Nicht nur in Zeiten von Corona ist Angeln als Hobby zu einem echten geworden. Angeln ist auch in Zeiten der Pandemie erlaubt und bietet eine wunderbare Abwechslung vom anstrengenden Alltag. Wer angelt, lässt die Seele baumeln, genießt die frische Luft und die Natur. Mittlerweile können sich sogar junge Menschen für den Angelsport begeistern und werfen an Teichen, Seen und Flüssen die Angelrute aus.

Für das Angeln als Hobby spricht vieles. Insbesondere diejenigen, die in der Woche einem anstrengenden Job nachgehen, können beim Angeln am Wochenende effektiv Stress abbauen und die Hektik vergessen. Übrigens, Angeln ist nicht nur ein für Männer, auch immer mehr Frauen können sich für diesen Sport erwärmen.

Wer angeln will, muss früh aufstehen

Allein in Nordrhein-Westfalen gibt es inzwischen mehr als 250.000 aktive Angler und 16.000 Neulinge legen jedes Jahr die Fischereiprüfung ab. Alle, die gerne sehr lange schlafen, werden sich wahrscheinlich nicht mit dem Angeln als Hobby anfreunden können. Angeln ist etwas für Frühaufsteher, denn am Morgen beißen die Fische besonders gut. Wenn die aufgeht, ist die beste Zeit, um einen dicken Fisch an Land zu ziehen. Angler genießen die morgendliche Stille, was zugleich ein Aspekt sein kann, warum es so viele Hobbyangler in Deutschland gibt. Angeln kann im Grunde jeder, selbst sind in der Lage, die Grundlagen schnell zu erlernen. Leider darf nicht jeder angeln, denn so etwas ist nur mit einem Angelschein erlaubt. Wer ohne diesen Schein erwischt wird, macht sich der Fischwilderei strafbar.

Ab dem zehnten Lebensjahr brauchen Kinder von der Gemeinde oder der Stadt einen sogenannten Jugendangelschein, außerdem dürfen sie nur in Begleitung von Erwachsenen die Rute auswerfen. Mit 14 folgt dann der „richtige“ Angelschein und die Kids dürfen auch allein Fische fangen.

Was ist eine Fischerprüfung?

Alle, die sich für Angeln als Hobby entschieden haben, müssen bei der unteren Fischereibehörde die amtliche Fischereiprüfung bestehen. Diese Prüfung setzt sich aus zwei Teilen zusammen, einem theoretischen und einem praktischen Teil. Die Neulinge müssen einige Fragen richtig beantworten und anschließend unter fachkundiger Aufsicht ein Angelgerät richtig zusammenbauen. Anhand von Skizzen müssen die Anfänger unterschiedliche Fischarten richtig benennen. Die Angelvereine bieten Kurse zur Vorbereitung für die Angelscheinprüfung an. Dies ist zwar keine Pflicht, aber dennoch empfehlenswert. Wer die Prüfung mit Erfolg besteht, ist dazu berechtigt, einen Angelschein zu kaufen, der 16,- Euro im Jahr kostet.

Angeln als Hobby – aber nur, wo es erlaubt ist

Sich einfach an ein Gewässer setzen und die Angelrute auswerfen, ist der falsche Weg. Besser ist es, sich vorher zu erkundigen, ob in dem Gewässer das Angeln als Hobby überhaupt gestattet ist. Genauer gesagt, muss sich jeder Angler, bevor er seinem Hobby nachgehen will, zuerst erkundigen, ob dort überhaupt geangelt werden darf. Auskunft können ortskundige Angler geben, ebenso wie die jeweiligen Gemeinden oder die Fachgeschäfte für Angelbedarf vor Ort. An großen Seen, wie etwa dem Bodensee oder dem Müritzsee, ist das Angeln oftmals nur in bestimmten Bereichen erlaubt. Hier gilt es, sich vor Ort kundig zu machen.

Welche Ausrüstung wird gebraucht?

Angeln als Hobby kostet zwar kein Vermögen, aber ganz so preiswert ist es leider auch nicht. Nicht nur der Angelschein kostet Geld, preisintensiv ist das Angeln ebenfalls in Bezug auf die Ausrüstung. Die erste Angel sollte in einem Fachgeschäft und nicht im Internet oder bei einem Discounter gekauft werden. Im Fachgeschäft bekommt der angehende Angler die fachkundige Beratung und lernt, welche Angel, für welchen Fisch perfekt ist. Für die erste Ausrüstung sollten zwischen 100 und 300 Euro eingeplant werden. Zwei Ruten sollten es für den Anfang schon sein, eine für sogenannte Friedfische und eine für die kapitalen Raubfische.

Dazu kommen noch die passenden Rollen, die Schnur in unterschiedlichen Stärken, sowie Wurfgewichte und Angelhaken in verschiedenen Größen. Selbstverständlich darf auch der Kescher nicht fehlen, um die Beute an Land zu bringen. Jeder, der Angeln als Hobby betreibt, sollte zudem ein Maßband in der Tasche haben, denn schließlich will der Angler wissen, wie lang der gefangene Fisch ist. Zur Ausrüstung gehören außerdem noch ein Anglermesser und eine Zange zum Lösen der Haken.

Angler brauchen viel Geduld

Angeln ist ein Sport, der erfordert, denn es kann sehr viel Zeit vergehen, bis der Fisch endlich am Haken hängt. Ob die Fische wie gewünscht beißen oder nicht, kommt sicherlich immer auf den jeweiligen Köder an. Karpfen beispielsweise sind Fische, die „gründeln“ und angefüttert werden müssen, bevor sie am Haken hängen. Wer Mitglied in einem Angelverein wird, kann vom Wissen der anderen erfahrenen Mitglieder profitieren. Mit etwas Glück wird sogar verraten, wo es die größten Hechte und Forellen gibt.

Unterschiedliche Vorgehensweisen

Beim Angeln gibt es einige unterschiedlichen Methoden. Das Ansitzangeln ist für alle gedacht, die beim Angeln ihre Ruhe haben wollen. Bei dieser Methode wird einfach die Angel ausgeworfen und danach gewartet, bis ein Fisch anbeißt. Stellfischangeln ist etwas für Angler, die schon mehr Übung haben. Bei dieser Form des Angelns stehen die Sportfischer im Gewässer, um beispielsweise auf Hechte zu warten. Die Ruten, die für das Stellfischangeln benötigt werden, sind meist zwischen fünf und sieben Meter lang.

Geht es um Raubfische, dann ist das Ködern Angeln die beste Wahl. Raubfische mögen Fleisch und mit etwas Glück lassen sie sich mit diesem Köder sogar im Schilf fangen. Friedfische zu fangen, gelingt am besten mit dem Stippangeln. Kinder bevorzugen diese Urform des Angelns, weil keine Rute mit einer Angelrolle und keine Ringe mit Schnurlaufröllchen gebraucht werden. Bewegt sich die Schnur mit Haken und Köder, dann könnte es sein, dass ein Fisch angebissen hat.

Video: neuneinhalb – Deine Reporter: Angeln | WDR

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Fazit zum Hobby Angeln

Angeln als Hobby ist ein vielfach unterschätzter Sport. Fischen hat lange Zeit dabei geholfen, vielen Familien das Überleben zu sichern. Bis heute hat Angeln demzufolge immer noch eher den Stellenwert des Nahrungserwerbs und wird weniger dem Sport zugeordnet. Auf einen Kenner übt Angeln eine sehr große Faszination aus und Sportangler lieben ihr Hobby. Sie finden an Flüssen, Seen oder Teichen ihre Ruhe, sie sind in der Natur und können sich dort entspannen. Wer einmal im morgendlichen Dunst noch vor Sonnenaufgang die Rute ins Wasser geworfen hat, wird mit Sicherheit so schnell nicht von seinem Hobby Angeln lassen können.

Bild: @ depositphotos.com / Ischukigor

Tommy Weber
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